Im Ungleichgewicht mit sich selbst        

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Gestern das Haupt noch voller Locken,
auch ging er dereinst begeistert "rocken".
War gut trainiert, rank und schlank,
ging nicht aus dem Weg, wenn jemand mit ihm suchte Zank.

 

Die einst so straffe Haut, hängt jetzt schlaff am Leib,
kaum zu fassen -ihn nur noch wenig "lockt das Weib".
Nicht mal mehr, nach feschen Mädels sich die "Finger lecken",
nebenbei erwähnt, die Tränensäcke, das Jochbein überdecken.

 

Im Rücken reißt es, schwer geworden ist der Gang,
man sagt, der Stress sei schuld daran.
Zum Lesen er schon stärkere Gläser braucht,
über die Katz im Korb des Öfteren fällt, sie böse faucht.

 

Der einst so wilde "Knabe",
hat sich verändert, keine Frage.
Lebt heute als zurückgezog`ner Mann,
der die Welt um sich herum, nicht mehr so recht verstehen kann.

 

Jeder irgendwann am Ende seiner Tage steht,
auch jener, der da glaubt, das alles nur um ihn sich dreht.
So ist`s gerecht, soll`s auch bleiben,
eines jeden Lebensbahn "beschwingter" Reigen.

 

 

(c) by Horst M. Kohl, Juni 2026
www.gedichtevonhorstmkohl.de
befreundete Seite
www.abenteuer-literatur.de  

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