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Herbst-Winter-Frühling?

Herbst-Winter-Frühling?

Was haben wir eigentlich? Mir scheint, einen Einheitsbrei, der nur zu unterscheiden ist durch die Vegetation. Im Herbst die übliche Verfärbung und Laubabfall. Im Winter, Regen, Düsternis, scheinbar ohne Ende Frühling, die Pflanzen und Blumen drängen ans Licht, aber es ändert sich nichts, fast nichts an der Düsternis und Nässe. Einzelne Tage lassen hoffen, dann wieder das gleiche Kälte, Nässe, tiefhängende Wolken, ich merke es an mir, an unseren Haustieren und besonders an Menschen, wenn ich einkaufe an den Kassen, im Verkehr alle sind gereizt.

Liegt es nur am Wetter, oder auch an der kritischen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung? Ich weiß es nicht, ich denke es trägt alles dazu bei. Vor einigen Tagen haben wir missmutig am Fernsehen rumgezappt und sind in einer Sendung gelandet, die Ereignisse der letzten 100 Jahre in Erinnerung rief, große Unfälle, spektakuläre Verbrechen, politische Ereignisse, wenige positive wie die Maueröffnung und die Wiedervereinigung unseres Landes waren dabei. Meine Güte wo sind die Jahre geblieben, die wir schon auf dieser Welt sind?

So viel haben wir schon miterlebt, vieles ist abgehakt und nicht mehr in der Erinnerung präsent bis zu dieser Sendung. Der Verstand sagt, das Maßband wird auch für Euch langsam kurz. Und wir leben noch so gern. So viel ist noch nicht erledigt, möchten wir noch erleben. Mein Schreibtisch liegt so voll unerledigter Sachen.    https://www.pulheim.de/aktuelles/meldungen-2024/bilanz-igelausstellung.php

Viel Zeit habe ich in die Ausstellung zum Jahr des Igels investiert, jetzt schreit so viel Liegengebliebenes nach einer ordnenden Hand. Die Kraft reicht aber nicht früher war das anders, Flott ist mir die Arbeit von der Hand gegangen, nichts war mir zu viel. Vorbei die Zeit, aber sie wurde gelebt, wird noch heute gelebt, und das ewige Nachhängen bei negativen Meldungen bringt uns nicht weiter. Im Fernsehen und Radio gibt es einen Knopf zum Abschalten. Der Computer hat eine Abschaltfunktion und wenn mir die Tageszeitung nicht passt, lasse ich sie liegen und ich mache weiter so wie ich es vermag.

Ich krame in Erinnerungen, die schön sind, denn aus diesem Paradies kann mich niemand vertreiben.

Ich umgebe mich mit Menschen, die freundlich und positiv sind, Menschen, die mich ärgern lasse ich fallen.

Manchmal geht es nicht ohne Kampf, den nehme ich auf, spüre aber, dass ich eigentlich meine Kraft für andere Dinge dringender brauche.

Ein neuer Tag beginnt, lasse ihn kommen, den werde ich auch noch bewältigen, egal wie und es regnet wieder mal, wie könnte es anders sein und wie interessant vermengen sich die dicken Kraftwerkswolken mal wieder mit den tief hängenden Regenwolken, es ist nicht unbedingt mein Tag.


© Karin Oehl


 
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