Emilia und der Igel

Emilia und der Igel
 
Emilia und der Igel

Es ist ein sonniger Frühlingsnachmittag, als die kleine Emilia im Garten spielt. Sie tobt durch das frische Gras, sammelt Blumen und beobachtet die Vögel, die hoch oben am Himmel ihre Kreise ziehen.
Doch plötzlich hört sie ein seltsames Geräusch. Es ist ein leises Schnaufen und Knistern, das aus einem Gebüsch in der Nähe kommt. Neugierig geht Emilia auf das Gebüsch zu und schaut hinein. Zu ihrer Überraschung sieht sie einen kleinen Igel, der sich gerade aus seinem Versteck wagt. Er hat ein stacheliges braunes Fell und kleine, glänzende Augen. Emilia ist begeistert. Sie hat noch nie einen Igel aus der Nähe gesehen und freut sich sehr über ihre Entdeckung. Mit einem Lächeln auf ihrem Gesicht beobachtet sie den Igel, wie er sich umschaut und langsam durch das Gras läuft.

Dann hat Emilia eine Idee. Sie rennt ins Haus. Aus der Küche holt sie eine Schüssel mit Wasser und ein paar Stücke Obst und Gemüse. Sie möchte dem Igel eine kleine Mahlzeit anbieten. Als sie zurückkommt, ist dieser jedoch wieder im Gebüsch verschwunden. Emilia stellt das Essen und das Wasser neben das Gebüsch. Sie atmet tief den Duft der Blumen ein und lauscht dem fröhlichen Gezwitscher der Vögel, während sie geduldig und ganz still auf den Igel wartet. Nach ein paar Minuten sieht sie ein kleines Näschen. und sie hört auch wieder das leise Schnaufen. Sie hält den Atem an. Tatsächlich kommt der Igel langsam wieder aus seinem Versteck heraus und schnuppert sich immer näher an die Wasserschüssel und das Obst heran. Glücklich beobachtet Emilia, wie er zu fressen beginnt. Sie stellt sich vor, wie schön es wäre, wenn der Igel bei ihr im Garten bleiben würde.

Als es Abend und immer dunkler wird, beschließt Emilia, wieder ins Haus zu gehen. Sie wartet, bis der Igel alles aufgegessen hat. Dann nimmt sie die Schüssel ganz leise und vorsichtig wieder weg. Es scheint so, als wenn der Igel sie zufrieden grunzend anschaut. Dann trottet er ganz langsam wieder zu seinem Gebüsch, wo Emilia ihn zum ersten Mal gesehen hat. Dort angekommen, rollt er sich zusammen und schläft ein. Emilia verabschiedet sich und geht zurück ins Haus. Das Abendbrot steht schon auf dem Tisch, und sie erzählt aufgeregt über ihre Begegnung im Garten.

Nachts träumt Emilia davon, mit dem Igel zusammen auf Reisen zu gehen. Aber wie soll sie das anstellen? Der Igel kann schließlich nicht wie ein normaler Reisepartner in einem Zug oder Flugzeug mitreisen. Also beginnt Emilia, sich im Internet über die Reisegewohnheiten von Igeln zu informieren. Sie kauft ein kleines, bequemes Körbchen, das genügend Platz für den kleinen Igel und seine Stacheln bietet. Außerdem besorgt sie spezielles Igel-Futter und eine Trinkflasche, damit er unterwegs immer versorgt ist.

Nun ist alles bereit für ihre Reise. Im Traum machen Emilia und der Igel sich auf den Weg zu einem nahegelegenen großen Park. Natürlich hat Emilia sich vorher über die besten Wanderwege informiert, die auch für Igel geeignet sind. Die Beiden verbringen den ganzen Tag damit, durch den Wald zu streifen und die wunderschöne Natur zu genießen. Der kleine Igel ist total aufgeregt über das Abenteuer. Er schnuppert an allem, was er auf dem Weg findet. Zwischendurch rollt er sich manchmal für eine Weile zu einer kleinen Kugel zusammen, um ein Nickerchen zu machen. Emilia ist begeistert, wie glücklich der Igel aussieht, und sie weiß, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat, ihn mitzunehmen. Überall, wo sie hinkommen, finden sie Menschen, die sich für den Igel interessieren. Alle wollen mehr über seine Reiseabenteuer wissen.

In Emilias Traum werden die Beiden zu einem unzertrennlichen Team. Sie reisen zusammen durchs Land, entdecken neue Orte und erleben viele unvergessliche Abenteuer. Ja, man kann mit einem Igel verreisen, solange man liebevoll für ihn sorgt und seine Bedürfnisse respektiert. Am Ende ihres Traumes ist Emilia sogar Igel-Botschafterin, die durch ihre Geschichte die Menschen dazu ermutigt, neue Abenteuer zu erleben und ihre Liebe zu allen Tieren mit anderen zu teilen.

Ein paar Wochen sind vergangen, bis Emilia den kleinen Igel zuhause in ihrem Garten wiedersieht. Sie verhält sich ganz still. Lächelnd spricht sie leise mit ihm. Vielleicht versteht er sie ja, und so erzählt sie ihm von ihrem Traum. Der Igel scheint ihr aufmerksam zuzuhören und schnuppert neugierig in ihre Richtung. Emilia beobachtet ihn voller Freude und entschließt sich, ihm einen Namen zu geben. Sie nennt ihn "Igi", was kurz für "Igelchen" ist. Emilia ist überglücklich und freut sich auf weitere Abenteuer in ihrem Garten.


©Mia Mondstein 2023


 
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