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Floristen sind Künstler

Floristen sind Künstler

Blumen

Blumensträuße – ein Geschenk mit Tradition

Es war unvermeidlich,Blumensträuße sind immer ein Geschenk, mit dem man nichts falsch machen kann. Bis auf uns als Empfänger – aber das kann ja niemand wissen. Man macht es halt so,Blumengrüße sind immer willkommen, und klar, auch wir haben uns gefreut.Wir haben eine Katze, und die zerpflückt alles. Sie hatte schon einmal eine Vergiftung, und darum verbannen wir Sträuße dorthin, wo sie für Katze bzw. Kater nicht erreichbar sind. Leider stehen sie dann auch für uns nicht so sichtbar, wie es wohl der Spender gewünscht hätte – und wir als Empfänger eigentlich auch.Dennoch sind Blumensträuße für mich immer ein Wunderwerk: so unglaublich vielseitig zusammengestellt und wunderschön. Ja, Floristen sind Künstler. Sie können so viel ausdrücken durch ihre Arbeit.Auch die Gebinde unterliegen Modeströmungen. Wo sieht man heute noch Nelkensträuße, wie sie z. B. in Russland noch immer in Mode sind?Mal halten die Sträuße länger, mal sind sie schneller verblüht. Rosen lassen schnell die Köpfe hängen, und Gerbera werden durch Drähte gestützt. Je nachdem, wie frisch oder wie empfindlich die Blumen sind, wie sie sich mit ihren mitgesteckten Nachbarn vertragen oder wie sie vom Empfänger gepflegt werden.

Die Liebe zu Blumen – aber am liebsten im Garten

Ich liebe Blumen in ihrer Vielfalt, aber ich liebe sie dort am meisten, wo sie im Erdreich blühen – zu ihrer natürlichen Blühzeit und bis zu ihrem natürlichen Ende. Und dort an ihrem natürlichen Standort, umgeben von verträglichen Pflanzen und Blumen. Alles im Rhythmus des Jahres erblühend und vergehend.

Gärten sind für mich eine Offenbarung, die ich von Herzen genießen kann.

Schon lange schenkt mir mein Mann keine Blumensträuße mehr. Wir brechen keine Blumen ab in der Natur, wo wir sie finden. Mitnehmen tue ich sie gerne auf Fotos. Meist welken gepflückte Blumen schon in der Hand auf dem Weg. Das tut mir irgendwie weh, wenn ich so etwas sehe.Bin ich komisch? Vielleicht bin ich es geworden. Denn ich erinnere mich: Als Kind habe ich Blumen gepflückt und meiner Mutter geschenkt, um ihr eine Freude zu machen. Es war für mich normal.

Frühlingsboten und lebendige Arrangements

Dafür kommt mein Mann, sobald die ersten Frühlingsblumen auf dem Markt sind, mit blühenden Zwiebeln von Hyazinthen, Narzissen, Traubenhyazinthen, Primeln u. u. u. – in wunderschöner Kombination mit passendem Grün, grünenden knospenden Zweigen und Efeu als Arrangement. Das kann draußen stehen, und ich erfreue mich daran genauso wie er.Im Garten habe ich die ersten Frühlingsboten entdeckt: Winterlinge. Ihre kleinen gelben Blütchen sind zauberhaft, und sie gedeihen besser als manchmal gewünscht – sie ragen sogar in den Rasen hinein. Egal, erst einmal ist jede kleine Blüte ein Wunder, das die erwachende Natur ankündigt.Auch Schneeglöckchen zeigen ihre grünen Spitzen schon, und ein früher Strauch blüht im Garten. Er hat sich nach dem Kauf schwer getan, an seinem Platz zu gedeihen. Ja, wie heißt er denn noch? Rosa sind die Blüten, und sein Anhänger mit dem Namen ist verschwunden.Knospen schwellen an Forsythien und auch an Obstbäumen und Sträuchern. Im Garten ist die erste Kamelie erblüht – eine richtige Vorwitznase! Noch erwarten wir Frost.Auch andere Frühblüher zeigen schon, dass sie kommen wollen. Nur bei uns im milden Rheinland, wo ja alles etwas früher ist.

Die Kraft des Lebens

Das Leben zeigt, wie stark es ist, dass es zur Sonne drängt und seine ganze Pracht entfalten will.Ja, die Zeit rückt näher, in der die Sonne höher steigt und die Tage länger werden. Es ist meine Zeit – die Zeit des Wachsens und Werdens.

Die Freude und die Vergänglichkeit der Sträuße

Hochzeit

 

 

Natürlich habe ich mich auch über die wunderschönen geschenkten Sträuße gefreut. Nur macht es mich immer traurig, dass die Blüten so schnell welken und vergehen und dass das faulig werdende Wasser trotz täglicher Pflege unangenehm riecht. Und das ist auch noch so ein Kapitel: Die Freude an den wunderschönen Sträußen macht auch Arbeit. Je größer die Sträuße sind, umso mehr.Viel zu schnell muss man sich von ihnen verabschieden. Dabei denkt man noch so gern an den Anlass des Blumengrußes zurück.

 

© Karin Oehl

 

 

 

 

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