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Das Alter

Das Alter

Mit schlurfenden Schritte durch die Tage,
die Treppe hoch, es wurde zur Plage.
Manchen Berg hatte man einst erstiegen,
nun reicht`s kaum noch, für wenige Stiegen.

Doch soll man am Alter nicht verzweifeln,
genügend gibt`s noch, was uns die Seele kann streicheln.
Brauchst dich bloß mal umzusehen,
vor einem Blütenstrauch bleib einfach stehen..

Den Gipfel des Alters inzwischen erreicht,
Erinnerung allmählich verbleicht.
Öfter schon nach seiner Brille man sucht,
zum Fußnägel schneiden, nach Hilfe man ruft.

Vorbei die Blütezeit der Jahre,
was die Haartracht anbelangt, ich mir das Wort erspare. 
Zwar schon an Jahren alt, doch an Geist beweglich, noch jung,
liegt manch` lockerer Spruch mir auf der Zung`.

Am Abend ein Glas Franken-Wein, genüsslich die Kehle runter,
auch das Holz im Kamin, es brennt wie Zunder.
Der Tag gemütlich somit zu Ende geht,
dann, wenn der gute alte Mond, hoch am Himmel steht.

 

(by) Horst M. Kohl, April 2026
www.gedichtevonhorstmkohl.de
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www.abenteuer-literatur.de 

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