Ungewollt das Licht der Welt erblickt,
meine Existenz halt so abgenickt.
Das Dasein seinen Anfang nahm,
es nie so richtig in die Gänge kam.
Heimlich in der Fremde zur Welt gebracht,
über meine Geburt wurde freudig nie gelacht.
Tief in meinem Herzen,
Erinnerungen an einst, bereiten Schmerzen.
Den Vater nie gekannt,
Tante statt Mutter hatte ich sie genannt.
Als solche sich mir nie zu erkennen gab.
Weshalb? Mit solcher Frage stehe ich an ihrem Grab.
Mein Schicksal nahm seinen Lauf,
mit Sorgen im Gepäck zuhauf.
Schaute stets nach vorn, nicht zurück,
trotz aller Ungemach, fand auch ich, mein Lebensglück.
Wer denkt, es wäre alles nun eitel Sonnenschein,
der irrt, es warteten auch hier, so manche Scherereien.
Ich lernte sie nicht kennen die Konzerte, die Theater,
auch nahmen mich niemals an die Hand Mutter, oder Vater.
Alleine musste ich lernen, wie das Leben wirklich war,
Schuldzuweisungen an dieser Stell` ich mir erspar.
Bin nun alt, auch des Lebens etwas müde,
bekam aufgetischt, so manche Lebenslüge.
Jahrzehnte sind gewichen,
Erinnerungen auch nach und nach verblichen.
(c) by Horst M. Kohl, Februar 2026
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