Mein Gang durch einen Wintertag..

Weiße Flocken tanzten durch die Nacht,
verwandelten Feld und Wald in eine weiße Pracht.
Mit dem Schlitten an der Hand
zogen Kinder jubelnd durch das Winterland.

Auch mich trieb es hinaus, mit schwerem Schritt,
nur meinen Stock nahm ich noch mit.
Verlassen schaute die Landschaft aus,
ja, nur unerschrockene zieht es da hinaus.

Kalter Wind wehte mir ins Gesicht,
doch mich schreckte solches nicht.
Kinder-Freudenschreie klangen mir ans Ohr,
wie es war, einst, zu meiner Zeit, stellte ich mir vor.

Gedankenversunken trat ich meinen Rückweg an,
nachzudenken, wie viele Winter es für mich noch werden. 
Mir scheint, im greisen Alter kommen häufiger diese Fragen,
welche beinahe im täglichen Dasein uns besonders jagen.

 

(c) Horst M. Kohl, 2. Januar 2026
www.gedichtevonhorstmkohl.de
befreundete Seite
www.abenteuer-literatur.de 

Pin It
Kommentare (0)
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht
Einen Kommentar verfassen (eventuell müssen Sie angemeldet sein)
Posting as Guest
×
0   Zeichen
Suggested Locations
Image
1176895

Aktuell sind 3351 Gäste und keine Mitglieder online

amanfang 2 270