Auf der Suche-Gedankenspiel

    Auf der Suche nach dem eigenen, oft im Laufe des Lebens veränderten Ich`s   sind wir alle nicht allein, sondern darin Weltmeister und ab einem gewissen Alter versuchen wir den Sinn unseres Lebens dahinter zu erkennen. Was suchen wir alle eigentlich? Das kleine Glück – das Große das kaum keiner - er/kennt und oft nicht mal etwas damit anfangen kann? Meist sind wir damit beschäftigt uns in irgendeiner Form darzustellen um die Aufmerksamkeit der anderen zu erhaschen.

Wie komme ich darauf?

Mir blitzte heute Morgen der Gedanke durch das Hirn, Dankbarkeit – Achtsamkeit – Aufmerksamkeit.  Wo sind sie - auch für die anderen?

Anscheinend sind das für viele mittlerweile im Laufe ihres Lebens   Begriffe, die fremd und fremder werden – Egoismus, Eigennutz und Selbstherrlichkeit hat sie eingeholt und übertrumpft sie mit steigendem Alter, so, als hätte man keine Zeit mehr -  sich auch um andere mit – zu - kümmern. Andere auch zu sehen.

Defizite die uns das Leben und die Zukunft lehrt?

Das macht mich sehr nachdenklich, wenn ich sehe, dass die Oberflächlichkeit vieler, oder einiger das Desinteresse am anderen Mensch oder Tier immer mehr aufblüht und viele Kinder bekommt die um einen herumtollen wollen.

Sorry, wenn ich gerade in Metaphern spreche, es ist so eine Angewohnheit von mir alles sprachlich zu bebildern, man verzeihe mir, Leser meiner Seiten und Artikel, meiner Gedanken, verzeih mir meine Blumensprache es ist die einzige die ich habe und die direkt ungefiltert aus dem Bauch kommt.

Aber welche haben wir denn sonst um etwas zu beschreiben, manches lässt sich einfach nicht mit vernunftgesteuerten trockenen Worten benennen, steuern und vergleichen.

Die Sprache uns miteinander auszutauschen, wenn die Kommunikation untereinander erlischt -  oder auf Reisen geht ist doch das einzige was uns noch bleibt unter all den Kürzeln, Abkürzungen, Floskeln, und sinnlosen Beschreibungen…Hüstel…mit denen wir uns per SMS mit den Apps und Ups und Offs des Smartphone täglich umgeben.


Wer spricht denn heute noch das Wort- den Satz ehrlich und aufmerksam aus:  Entschuldigung, wie hast du das gemeint –Sprich mit mir. Wie geht es dir?

Wenn ich  allein an  all die großen Namen  und Persönlichkeiten  denke, die uns in letzter Zeit verlassen haben, sehe ich in kaum einem Blog auf dem ich mich bewege,  eine Erwähnung  von -  um nur einige aktuell  aus der allseits interessierten“  Öffentlichkeit“  zu erwähnen:   Ob aus Funk – Fernsehen – Sport oder  Politik , Bühne und Büchern -

      Karl Lagerfeld + /Hannelore Elsner+ / am Ostermontag/Ellen Schwiers + und andere die vor ihnen aus dem großen Kreis der Öffentlichkeit gingen -  sie sind kaum aufzuzählen.
Ich denke mir dann oft; wo steht ob es andere irgendwie interessiert?

Mir persönlich fehlen diese Namen als Künstler, weil kaum qualitativ ähnliches nachwächst, sondern völlig andere Künstler auf den Plan rücken. Nicht schlechtere, nicht bessere andere mit denen ich nicht aufgewachsen bin.

          Sie haben uns den Leser, Zuschauer, Konsumier- er ihrer vielfältigen „Künste“ so viel geschenkt, einen Großteil IHRES eigenen Ich`s über Jahre hinaus angeboten und wir haben es genommen.

Doch kaum sind sie weg, sind sie in wenigen Tagen in den öffentlichen Medien vergessen.


Sie werden viel zu schnell namenlos innerhalb kürzester Zeit.  Ein Artikel in der Zeitung, eine Nachricht in der Tagesschau  ist es wert – das  Leben geht weiter und lässt vieles hinter sich.
Ist das wirklich so ( frage ich mich)  Sind sie auch in den Gesprächen untereinander erloschen?   

 
Wie leer ist denn unsere Welt geworden wenn uns nur noch der Eigennutz antreibt und nur Geld/Macht /die Wirtschaftlichkeit, der Ruhm und das eigene Vorwärtskommen interessiert

     Ich sehe es ja schon an unserer kleinen Gemeinschaft hier, die mit vielen Städten und Dörfern gleichzusetzen und zu vergleichen ist – wie wenig es andere interessiert.


 Ich sehe es hier bei mir im Ort. Erwähne bei Gelegenheit einen großen Namen und ernte offensichtliches Desinteresse.  Weg ist weg -  Jeder muss gehen, reden wir nicht darüber. Der Tod ist tabu. Er betrifft uns nicht-  suchen wir uns etwas Anderes was interessanter ist.

      Oder ist es doch kein Desinteresse, sondern nur reines nicht daran denken, weil die Welt so schnell geworden ist?

in vielen Blogs und auch Gesprächen hier im Umfeld sind die Mode – Garten –  Rezepte – eigene Ideen oder Reisen, dazwischen immer das eigene ich, wichtiger denn je, damit schließe ich mich nicht aus - Menschen der Öffentlichkeit tauchen weniger auf.

        Es ist wohl das Schicksal das uns alle irgendwann mal ereilt. Bekannte und Unbekannte.  Berühmte und Unauffällige. Ob uns einer kennt oder nicht.

Wir werden vergessen und keiner denkt mehr an uns obwohl wir unsere Zeit, unsere Arbeit, unser Interesse an anderen/ver.- schenkten, unsere Persönlichkeit mit in die Waagschale legten, jahrelang auch für andere wie ein Geschenk präsent waren.

Die Welt wird ärmer und ärmer was die Mitmenschlichkeit und den freundlichen Austausch mit anderen angeht, und keiner findet es schade. Anscheinend will die Welt nur viel Spaß und Unterhaltung, nicht mehr.

      Ich denke - bei der Suche kommt niemand wirklich nach Hause.


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  Gedanken und Gedichte; Artikel und Reportagen/Anekdoten & Geschichten; Essays
  © Angelface  - 27.04.2019

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