Abendrot du kaltes


In einem blassen Abendrot
zündelt leise Todesnot
sphärisch klingt wie Weidenbruch
monoton sein Weihespruch

in der Nacht läuft Amok wer
hinter ihm ein wildes Heer
all der Spießgesellen Schar
die sich mehrte Jahr um Jahr

niemals Ruhe finden will
nicht in Nächten werden still
Geistern gleich noch nach um Zwei
wehen Stimmen schaurig Drei

schwarze Seelen Teer umflort
rufen glühend Mord ist Mord
aufgelistet schleierhaft
wie viel Morde einer schafft

schwarz die Augen blitzend Groll

in der Hand, sie waren voll
Flaschen, inhaltslos wie die
die erbärmlich leerten sie

Flaschenpfand, nicht einmal den
gibt es dafür, was gescheh'n
Gruftgeheule, wahnsinnstreu
zahlt für den, der nicht bereu

als im Wolkengrau verwaist
Rosarotes schwarz vereist
schlagen seufzend Türen zu
ewig irrt der Wahn im Du

Trennlinie 15

© Margit Farwig  2015

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