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Pipp & Peppo – Das große Abenteuer von Pawlikeni

Pipp & Peppo – Das große Abenteuer von Pawlikeni

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, liebe großen und kleinen Abenteurer,
die Geschichte, die ihr gleich lesen werdet, ist ein Kinderbuchtext, der für diese Webseite in dieser besonderen Form gestaltet und aufbereitet wurde. Sie wurde mit viel Sorgfalt, Liebe und Respekt vor dem ursprünglichen Erzählstil überarbeitet, damit sie hier online so lebendig erscheint, wie man es aus einem gedruckten Kinderbuch kennt.Diese Erzählung lebt von einer Sprache, die bewusst verspielt, rhythmisch und manchmal herrlich überdreht ist. Genau das macht ihren Charme aus: Sie lädt dazu ein, sich für einen Moment aus dem Alltag zu lösen und in eine Welt einzutauchen, in der Fantasie und Humor selbstverständlich sind. Eine Welt, in der Hähnchen Moped fahren, Fische Wettkämpfe austragen, Füchse höflich kapitulieren und ein Hündchen mit Schleifchen Kapitän wird.Die Figuren – allen voran Pipp und Peppo – tragen eine kindliche Leichtigkeit in sich, die uns daran erinnert, wie schön es ist, neugierig zu bleiben, mutig zu sein und über die eigenen Federn (oder Flossen) zu lachen. Die Geschichte richtet sich an Kinder, aber ebenso an Erwachsene, die Freude daran haben, sich verzaubern zu lassen oder einfach ein paar Minuten in eine heitere, bunte Welt zu entfliehen.Für diese Webseite wurde der Text behutsam korrigiert, strukturiert und lesefreundlich gestaltet, ohne den ursprünglichen Charakter zu verändern. Die fantasievolle Sprache, die kleinen Wortspiele und der liebevolle Humor bleiben vollständig erhalten – nur die Lesbarkeit wurde verbessert, damit die Geschichte online genauso gut funktioniert wie im Buch.Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen, Schmunzeln und Entdecken.
Möge euch die Welt von Pawlikeni genauso verzaubern wie die kleinen Hähnchen, die sie bewohnen.

Mein Dank geht an Ljudmila Stevanova für diese wunderbare Geschichte.

25.01.2026 Joachim Laß

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Pipp & Peppo – Das große Abenteuer von Pawlikeni

Jeder hier auf dieser Welt, der noch etwas auf sich hält, findet Pawlikeni gut das ist nämlich eine Stadt. Gibt es etwas in Pawlikeni, was ein Kind so gerne hat? Pawlikeni ist so schön, das habt ihr noch nicht gesehen.Es gibt dort tolle Melonen. Was die Menschen so gern wollen, liegt an vielen Süßigkeiten also ich mag mich ja gar nicht streiten. Wer die Süßigkeiten auch probiert, wird ganz stark und wächst ganz schnell. Wer Melonen gerne isst, der die Zeit manchmal vergisst, wird auch 100 Jahre alt.Wer die Hähnchen grad berührt – und wenn auch nur mit dem Finger –, wie die Oma sich gerühmt, steinalt so zu sein, im Moment wird auch agil – und das ist ja schon sehr viel. Wer probiert die süßen Sachen, 100 Jahre auch bald misst. Wer die Hähnchen auch berührt, wenn auch nur mit kleinem Finger, wird momentan schnell und flink.

Wer zur Hand nimmt dieses Buch, der wird sagen: „Ach“ und „Uch“, und es reicht einmal nicht mehr – ich will lesen, und was ist auf einmal los? Was gewesen, was kann sein – der wird lesen und erfahren, Happenings von heut und morgen, und die meisten keine Gefahren. Nein, im Gegenteil, sie scherzen mit den Hähnchen Pipp und Pepp – fangt doch an.Onkel Peter, Peter stumm, in dem Viertel sich umsieht, hielt an jeden, den er sieht: „Warte mal, dass ich mich rühme: So ein Mofa kaufte ich mir, mit einem Motor – leuchtend rot – und mit Hupe und mit Licht. Schnell ist es wie Feuerwehr – hier, bitte sehr.“ Hat der Onkel Peter zwei ganz dolle Hähnchen – ja, er ernährt und liebt sie sehr. Pipp und Peppo nennt er sie.

Kaum das Mofa auch schon kam – ach, was sage ich für Kram –, beide kecke Hähnchen sind da gelandet auf dem Dach – mit Krach. „Peppo, warte, ich sag dir, wie das mit der Bremse geht.“ – „Hör jetzt auf zu quatschen, wie Glucke klingst du jetzt.“ – „Guck, ich gucke, das ist Bremse für die Hand!“ – „Diese Hand bewegt das Gas.“ – „Lass mich steuern, bitte, Pipp!“

Pipp, der werkelt und hantiert, Peppo mit der Bremse quietscht, und noch eh sie sich verseh’n, fangen sie gleich zu streiten an. „Auf meinen Schnabel wird gehört.“ – Biegt gleich nach Varbovka ab. „Diese Nummer geht nicht durch. Wir fahren zuerst nach Slomer, und wir nehmen jede Furch.“ – „Kann schon sein, allerdings, wenn du jetzt hältst, bis zum Kanton nach Patresch.“

Pipp, der werkelt und hantiert, Peppo mit der Bremse quietscht, und noch eh sie sich verseh’n, fährt das Moped auch schon los. Auf dem Marktplatz Pawlikeni hält das neue Moped an. Pipp und Peppo, völlig sauer, springen und beginnen Streit – heiße Diskussion ist angesagt. „Hier, mein Schnabel wird gehört (falls jemand sonst was stört), biege ab sofort nach links, ab, nur ab hin zu Varbovka!“ – „Geht nicht durch, da dein Plan!“

Siehe da, der Abhang schloss, siehe da, vor ihnen der Kanton. Aber dort, da hältst du an, ob du willst oder auch nicht – ja, dort steht ein großer Hahn, mit ’ner Flagge unterm Arm! Und der schreit hier gleich so laut: „Eure Führerscheinpapiere!“ – „Lass uns gehen, lieber Bruder!“ – „Nein, kein Bruder und kein Schwager – ich, ihr Lieben, bin Gendarm!“

Mal nach links und mal nach rechts wurde hier die Straße schmal. Pipp und Peppo – ungerecht – und der Lenker ging verloren. In ’nem Baum sie dann auch landen. Furchtbar heulte auf Vulkan. Peppo kam ein Schrei abhanden: „Man oh man, mein Schwanz geht flöten!“ Aber Pipp kam davon, nur mit Kopf geplatzt.

Onkel Peter kommt schon heim, von dem Felde in sein Heim. Sie erwarten ihn schon da, mit ’ner Nachricht nicht so gut – in seinem Hof, das ist nicht gut, sich da nachts auch mal was tut: Diebe sind da eingebrochen, den Braten gerochen – und die Hähnchen sind auch weg – oh Schreck!

Jemand sagt da: „Hört mal, Leute, was ich sage heute: Hähnchen Moped fahren und mich beinah überfahren!“ Aber da schreit einer wie sonst keiner – grenzenlos, wütend, wütend – ist was los! „Meine Ehefrau Stimme besaß – der Fuchs, der sie fraß.“ Onkel Peter war – und ich bedauere – äußerst sauer: „Der verdammte lose Fuchs fraß nicht nur die Hähne auf, und das Mofa ging auch drauf.“

Jedoch unter Krach und Ach klingelt jemand extra laut – und das ist der große Hahn mit der Flagge unterm Arm: „Onkel Peter, komm mal raus, wen ich heute dir mitbringe!“ Pipp und Peppo, voll erschreckt, nuscheln leise vor sich hin da vor der Tür: „Lieber Pipp, ich sage dir…“ – „Peppo, Peppo, es gibt Prügel (den ich nicht ausbügle?) Was für eine Toleranz – ich verliere meinen Schwanz.“

Onkel Peter, der kommt raus – und das Mofa, das sieht aus! Onkel Peter schaut dahin, nimmt die Hähne auch so hin. Kotflügel gerupft und verheddert schrecklich, klappern Schnäbel wie die Störche. Sogar Peppo kommen Tränen, dass es einem selbst leid täte. Onkel Peter wurde sauer: „Los nach Hause, los ihr beiden!“ – „Na, wenn das kein Moped ist – fliegt wie Feuerwehrkanone.“

Von den Bäumen da am Straßenrand schauen die Spatzen wohlbekannt. In dem Busch der Kuckuck schreit, tut vor Neid er beinah platzen, dass die kleinen Spatzen ja nicht lachen. „Gab es jemals so ein Wunder, ist so schön und brennt wie Zunder – das Mitfahr’n in dem Korb!“ Onkel Peterchen, gutmütig, frohlockt mit lauter Stimme: „Wenn ihr seid und brav, kann ich euch mitnehmen!“

„Hört doch, hört, ihr lieben Kinder, lad’ euch ein nach Pawlikeni! Onkel Peter kann ja alles, Onkel Peter ist nicht schlecht. Sag ich ihm Bescheid, er möchte euch hineinplatzieren in den wundersamen Korb. Und es gibt noch keine Strähne von der Sonne, die so hell, und es krähen da die Hähne – da erschallt das ganze Dorf. Leute aus dem Schlaf erwachen, fliegen Tauben ab hinauf, da dem Himmel ja entgegen.“

„Ich bin etwas kleinlich, doch ich hab ’nen stolzen Kamm. Bunte Federn hab ich auch, und mein Schnabel ist okay, kann gut picken – und auch singen kann ich gut!“ Sie erheben sich auf Zehenspitzen, versuchen zu krächzen, doch man hört nur einen Schrei: „Kakapicki, Kuchkarik!“ Die Spatzen lachen, die Leute lachen, alle lachen über Pipp und Peppo.

Früh stehen die Hähne auf, waschen sich den Hals, bringen ihren Schwanz zum Glänzen. Sie mampfen fröhlich, blähen sich auf wie Birnen und marschieren mit ihren Noten zur Schule. Lehrer Hahn schlägt den Kammerton: „Erst Ton La, dann Kukurigu!“ Pipp und Peppo üben, strecken den Hals und krähen: „Kuch‑kariku, Kuu‑kustik!“ Der Lehrer lobt sie: „Heute eine Drei – bald eine Eins!“

Winter kommt, der Frühling geht, der Sommer strahlt über Pawlikeni. Pipp und Peppo üben fleißig weiter. Die alten Hähne schimpfen, die Spatzen lachen, doch der Lehrer sagt: „Wer lernt, wird groß!“ Und Pipp und Peppo werden groß.

Doch eines Tages ruft die dritte Klasse: „Hilfe! Ein Ungeheuer treibt sein Unwesen! Wir brauchen Spezialisten!“ Pipp und Peppo arbeiten auf dem Feld, zupfen Möhren, sammeln Körner, pflügen mit Schnabel und Kraft. Als die Nacht kommt, ziehen sie mit Gewehren los.

„Pipptscho, ich hab Angst!“ – „Ich will dieses Wort nicht hören!“ Da raschelt es. Ein Fuchs! Peppo schreit, Pipp pickt, der Fuchs flucht – und ergibt sich schließlich: „Ich ergebe mich sofort!“

Am Strand treffen sie John, ein Hündchen mit Schleifchen. Sein Boot ist kaputt. Pipp und Peppo reparieren es. John lädt sie ein, doch er ist ein strenger Kapitän: „Der Matrose sagt nur est!“ Das Boot schwankt, kippt, dreht sich. Peppo schimpft, Pipp lacht, John kommandiert.

Im Meer treffen sie Klan, einen stacheligen Fisch aus Baltschick. Er hasst Lärm und fordert Pipp zum Wettkampf heraus. Pipp taucht, Klan springt, Peppo schiedsrichtet. Alles endet im Chaos, bis Onkel Krebs erscheint: „Sei so, wie du bist!“

Klan wird Kapitän. Er steuert das Boot sicher. Die Krebse staunen, die Quallen gleiten, die Wellen tanzen. Am Ufer angekommen, verabschieden sich alle voneinander.„Auf uns wartet Pawlikeni“, sagen Pipp und Peppo. „Und die Wiesen, knallend grün.“ Sie versprechen, im Sommer wiederzukommen – und wer weiß, welches Abenteuer dann auf sie wartet.

© Ljudmila Stefanova

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