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Februar das erste innere Aufbrechen

Februar das erste innere Aufbrechen

 
März Gedicht Bild
 
 
 
AUS DEM ZYKLUS LICHT UND SCHATTEN

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FEBRUAR – DAS ERSTE INNERE AUFBRECHEN
Noch kein Frühling, aber ein Drängen.
Erkenntnis: Wachstum beginnt unsichtbar.

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HAIKU

Winterlicht ruht still,
Schnee sammelt das Schweigen ein –
Atem wird klar.

 

© Joachim Laß

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DAS ERSTE INNERE AUFBRECHEN
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Schnee in den Hängen –
eine weiße Stille,
die das Winterlicht bewahrt,
als ahnte es im Schweigen
seine eigene Herkunft.

Ich halte Wasser in der Hand.
Einen Atem lang
nimmt es das Licht des ersten Schnees an,
bevor es zurückrinnt
in sein eigenes Dunkel –
als wüsste es,
dass nicht alles
von uns gehalten werden muss.

Über der Stadt hebt sich der Rauch,
ein leiser Ruf
aus allem,
was wir zu lange getragen haben.
Und in mir wird es still:
Loslassen ist kein Ende.
Es ist der Augenblick,
in dem etwas leichter wird.

Bedecke, Schnee,
die müden Träume,
die offenen Stellen
der Enttäuschten.
Lass sie ruhen,
bis sie wieder
in sich zurückkehren.

Im Frost klären sich die Blätter,
durchsichtig,
unerschrocken.
Sie stehen da
und lassen geschehen,
was geschieht.

Und da erkenne ich:
Nichts, was ich freigebe,
verliert sich.
Es wandelt sich
und wird zu Licht –
genau dort,
wo ich es nicht mehr festhalte.

© Joachim Laß

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NACHWORT

Der Februar ist ein Monat des verborgenen Drängens. Noch liegt die Welt im Griff des Winters,doch unter der Oberfläche beginnt etwas zu arbeiten, leise, unaufhaltsam. Dieses Gedicht folgt dieser inneren Bewegung: vom Bewahren zum Loslassen, vom Dunkel zum Licht, vom Festhalten zur Wandlung. Es erinnert daran, dass jedes Aufbrechen zuerst im Inneren geschieht –lange bevor es sichtbar wird.

© J/L

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