Gedicht ohne Reim

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Ich schaue dich an, du schaust in die Ferne

wir sind beide still.

Was magst du denken?

Ich möchte sie dir schenken, meine Gedanken.

Wirklich alle?

So lange vereint, und vieles bekannt.

Und doch so fremd, in eigener Welt versunken.

Was ist das, dieses Geheimnis?

Ist es genau das Band, was uns verbindet?

Anders sein und gemeinsam gerade darum eine Einheit?

Ist es so vom Schöpfer gewollt?

Äußerliche Verschiedenheit.

Gefunden, weil wir uns doch in vielen Dingen uns angezogen haben.

Wir kommen aus unterschiedlichen Welten, Elternhäusern.

Wir formten aus dem Ich und Du ein Wir.

Und doch behielt Jeder sein Wesen, sein Denken, seine Ansichten,

Es ist faszinierend, dass aus dieser Verschiedenheit so eine funktionierende

Einheit werden konnte.

Anziehung, Austausch, Respekt, Toleranz -

Nur so gelingt das gemeinsame Leben ganz

Lange schon –es gab Ecken und Kanten,

Ist es die Zeit?

Machte sie daraus ein ganz rund?

– Nein, sie machte es nicht.

Sollte es denn sein?

Ich glaube nein.

Vielleicht ist das, was unbekannt bleibt

die Faszination einer langen Ehe
Trennlinie 15

© Karin Oehl 18.03.2019

amanfang 2 270

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