Intuition – Der Zusammenhang mit dem Herz

Herz                                       
                                                           
 
 
 
 
Eine eingehendere Untersuchung der Intuition
 

Wenn mehr Menschen ein herzbasiertes Leben praktizieren, wird es den ‚Ritus‘ des Übergangs in die nächste Bewusstseinsebene ermöglichen. Die intuitive Führung unseres Herzens wird zu gesundem Menschenverstand werden – praktische Intelligenz.

Doc Childre, Gründer von HeartMath

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Wir hören uns oder andere oft sagen: „Mein Verstand denkt das eine, aber mein Herz fühlt etwas anderes.“ Über viele Generationen hinweg haben wir gehört und wurde uns gesagt, dass wir auf unser Herz hören sollen, wenn wir die Dinge, die wichtig sind, abwägen. Als Eltern haben viele von uns unseren Kindern geraten, auf ihr Herz zu hören oder ihrem Herzen zu folgen, wenn die sinnvollen Entscheidungen des Lebens auftauchen. Viele Menschen glauben also, dass das Herz eine weitaus effektivere Quelle der Führung ist als das, was wir nur durch unseren Verstand erhalten. HeartMath nennt dies das intuitive Herz.

Immer mehr Menschen spüren, dass das Herz mit einem leistungsfähigeren Leitsystem in Bezug auf Kreativität, klarere Entscheidungen und Möglichkeiten und vor allem für tiefere, fürsorglichere Beziehungen zu anderen verbunden ist. Ein Beweis dafür sind die vielen tausend Menschen in den verschiedensten Kulturen, die von dieser tieferen Herzverbindung profitieren.

Die Wissenschaft kann uns zwar helfen, uns den Weg zu zeigen, aber die Wissenschaft trifft nicht die endgültigen Entscheidungen darüber, wie wir unser Leben leben. Wir treffen diese aus unserem intuitiven Herzen heraus. Im Folgenden teilen wir einige der wissenschaftlichen Forschungsarbeiten, die das HeartMath Institute (HMI) durchgeführt hat, um die Beziehung zwischen Herz und Intuition zu erklären und wie diese uns mental, emotional, körperlich und spirituell helfen kann.

Nicht-lokale Intuitionsforschung

HeartMath-Forscher und viele andere Forscher auf der ganzen Welt haben in kontrollierten und wissenschaftlich abgesicherten Studien untersucht, wie die menschliche Intuition funktioniert. Diese Forschung kann helfen, das zu bestätigen, woran wir schon sehr lange glauben: Das Herz ist die Quelle der Weisheit, der höheren Intelligenz und der Intuition.

Eine primäre Definition von Intuition ist die Fähigkeit, etwas ohne bewusste Schlussfolgerung zu verstehen oder zu wissen. Von den drei Arten der Intuition – implizites Wissen, energetische Sensibilität und nicht-lokale Intuition – entschieden sich die HeartMath-Forscher, die nicht-lokale Intuition zu studieren. Nichtlokale Intuition kann nicht durch vergangenes oder vergessenes Wissen/implizite Prozesse oder durch das Wahrnehmen von Umweltsignalen, durch energetische Sensibilität erklärt werden.

Das Experiment

Vor einigen Jahren besuchte der leitende Wissenschaftler des Instituts für Noetische Wissenschaften (Anm. d. Ü.: Noetik ist die Lehre vom Denken, vom Erkennen geistiger Gegenstände), Dr. Dean Radin, das Forschungslabor von HeartMath und teilte die Ergebnisse einer von ihm durchgeführten Studie mit. Darin reagierten die autonomen Nervensysteme der Studienteilnehmer, bevor sie zufällig ausgewählte Bilder sahen, die eine negative oder beruhigende emotionale Reaktion hervorrufen sollten. HeartMath wollte die Studie replizieren und erweitern.

Die HMI-Forscher fügten ihrer Studie weitere Protokolle hinzu, darunter Messungen der Gehirnwellen (EEG) der Teilnehmer, der elektrischen Aktivität ihres Herzens (EKG) und der Herzfrequenzvariabilität (HRV).

26 Erwachsene mit Erfahrung in der Anwendung von HeartMath-Techniken, die einen herzkohärenten Zustand aufrechterhalten konnten, absolvierten zwei Runden von Versuchsprotokollen im Abstand von etwa zwei Wochen. Die Hälfte der Teilnehmer beendete die Protokolle, nachdem sie absichtlich für 10 Minuten einen herzkohärenten Zustand erreicht hatten. Die andere Hälfte schloss die gleichen Verfahren ab, ohne vorher eine Herzkohärenz zu erreichen. Dann kehrten sie den Prozess für die zweite Beobachtungsrunde um, wobei die erste Gruppe vor dem Fertigstellen der Protokolle nicht herzkohärent und die zweite Gruppe vorher herzkohärent wurde. Es ging darum, zu testen, ob die Herzkohärenz die Ergebnisse des Experiments beeinflusst.

Den Teilnehmern wurde gesagt, dass der Sinn und Zweck der Studie darin besteht, Stressreaktionen zu testen, und sie waren sich des eigentlichen Zwecks der Studie nicht bewusst. Jeder Teilnehmer sass an einem Computer und wurde angewiesen, mit der Maus zu klicken, wenn er bereit war, zu beginnen.

Der Bildschirm blieb sechs Sekunden lang leer. Die physiologischen Daten des Teilnehmers wurden mit einer speziellen Software aufgezeichnet und dann wurde eine Serie von 45 Bildern nacheinander auf dem Bildschirm angezeigt. Jedes Bild, das 3 Sekunden lang angezeigt wurde, löste entweder eine starke emotionale Reaktion oder einen Ruhezustand aus. Nach jedem Bild wurde der Bildschirm für 10 Sekunden dunkel. Die Teilnehmer wiederholten diesen Vorgang für alle 45 Bilder, von denen 30 bekanntermassen eine ruhige und 15 eine starke emotionale Reaktion hervorriefen.

Die Ergebnisse waren faszinierend und zeigten, dass sowohl das Herz als auch das Gehirn der Teilnehmer darauf hinzuweisen schienen, dass sie Informationen über die emotionale Qualität der Bilder empfangen und darauf reagieren, bevor der Computer sie zufällig auswählte, so als ob sie auf ein zukünftiges Ereignis reagieren würden. Konkret traten diese Reaktionen im Durchschnitt 4,8 Sekunden vor der zufälligen Auswahl der Bilder durch den Computer auf.

Noch aussagekräftiger waren vielleicht die Daten, die zeigen, dass das Herz die Informationen vor dem Gehirn erhielt.

„Es wird zuerst vom Herzen registriert“, erklärte Dr. Rollin McCraty, „dann geht es hoch zum Gehirn (emotionaler und präfrontaler Kortex), wo wir das, was wir intuitiv wahrnehmen, logisch in Beziehung setzen können, und schliesslich hinunter zum Bauch (oder dorthin, wo sich etwas regt).“

Warum das wichtig ist

Wie David Straus, CEO von Reason Ventures, in Inc. Magazine: „Der (Aha-Moment) kommt aus dem Herzen und wird von dessen Intuition bestimmt. Wahre visionäre Führung entwickelt sich im Herzen, nicht im Gehirn. Und sie kann von jedem von uns erfasst werden … wir brauchen einfach nur das Bewusstsein, wie man sich Zugang zu ihr verschaffen kann.“*

Die Ergebnisse scheinen weiterhin überzeugende Beweise dafür zu liefern, dass das physische Herz mit einem Informationsfeld verbunden ist, das nicht an die klassischen Grenzen von Zeit und Raum gebunden ist. Die alten Mystiker, Philosophen und grossen Denker hatten Recht: Die Weisheit des Herzens kann uns helfen, unsere Angelegenheiten, Gespräche und Entscheidungen besser einzuschätzen, als wir wissen. Herzkohärent zu werden und einfache Techniken zu praktizieren, kann alles verändern, indem es uns hilft, viel mehr von unserer intuitiven Intelligenz einzusetzen. Haben wir diese Intelligenz über die Jahrhunderte hinweg gesucht, und ist sie ein Portal zu unseren höheren Fähigkeiten?

Mehr darüber im anschliessenden Kapitel „Intuitionsforschung: „Der Zusammenhang mit dem Herz und dessen überraschende Rolle“

(Quelle) * Where the Best ‘Aha’ Moments Really Come From – Visionaries think with their hearts (Woher die besten ‚Aha‘-Momente wirklich kommen – Visionäre denken mit dem Herzen), David Straus, August 2018.

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Intuitionsforschung: Der Zusammenhang mit dem Herz und dessen überraschende Rolle

Die Erhöhung des individuellen und globalen Bewusstseins kann uns helfen, die persönliche und kollektive Gesundheit, das Wohlbefinden und die Harmonie zu verbessern. Wir sind der Auffassung, dass dies damit beginnt, dass die Menschen mehr Verantwortung für ihre täglichen Entscheidungen, Handlungen und Verhaltensweisen übernehmen, was dazu führen kann, dass eine neue und gesündere physiologische und psychologische Basisreferenz geschaffen wird. Die Festlegung einer Ausgangsbasis setzt voraus, dass wirksame und praktische Strategien für den Umgang mit alltäglichen Situationen zur Verfügung stehen, gute Entscheidungen getroffen und sinnvolle und angemessene Massnahmen ergriffen werden.

Es wurde viel Aufmerksamkeit darauf verwendet, die vielen Faktoren zu identifizieren, die zu guten Entscheidungen führen. Dazu gehören das Bewusstsein für sich selbst und andere, die kognitive Flexibilität und die Selbstregulierung von Emotionen. All diese Faktoren sind wichtig, um mehr Bewusstsein in unsere täglichen Situationen und die Entscheidungen, die wir treffen, zu bringen. Etwas anderes, das bei guten Entscheidungen berücksichtigt werden sollte – und wir haben es alle schon erlebt, vielleicht ohne uns dessen voll bewusst zu sein – ist die Intuition. Es gibt faszinierende Forschungen, die beginnen, die Natur und Funktion der Intuition aufzudecken, oder das, was Forscher als intuitive Intelligenz bezeichnen. In einem Literaturüberblick über Intuition stellt Gerard Hodgkinson von der Universität Leeds in England fest, dass es trotz der vielen Konzeptualisierungen der Intuition eine wachsende Anzahl von Forschungen gibt, die darauf hindeuten, dass es zugrunde liegende unbewusste Aspekte der Intuition gibt. Zu den unbewussten Aspekten der Intuition, die an der intuitiven Wahrnehmung beteiligt sind, gehören implizites Lernen oder implizites Wissen.Es ist allgemein anerkannt, dass die intuitive Wahrnehmung eine wichtige Rolle bei Geschäftsentscheidungen und Unternehmertum, beim Lernen, bei der medizinischen Diagnose, bei der Heilung, beim spirituellen Wachstum und beim allgemeinen Wohlbefinden spielt. 

Die Forschung deutet auch darauf hin, dass Intuition eine wichtige Rolle bei der sozialen Kognition, der Entscheidungsfindung und der Kreativität spielen kann. Bei der Auseinandersetzung mit Lebenssituationen verlassen sich Menschen oft auf vertraute Muster von Gedanken, Gefühlen und Handlungen, sowohl im Entscheidungsprozess als auch in der Art und Weise, wie sie andere sehen.

Anstatt auf Situationen aufgrund von Gewohnheitsmustern zu reagieren, die nicht unbedingt gesund oder konstruktiv sind, könnten diese Situationen effektiver mit neuen und kreativen Lösungen angegangen werden. Diese Lösungen können die verfügbaren inneren Ressourcen berücksichtigen, die mit der eigenen tieferen Intuition und den eigenen Grundwerten übereinstimmen. Mit anderen Worten, wir können lernen, uns absichtlich auf unsere intuitive Intelligenz auszurichten und Zugang zu ihr zu erhalten, was uns von Moment zu Moment Anleitung geben und das stärken kann, was HeartMath herzbasiertes Leben nennt, das Vertrauen auf die Weisheit, Intelligenz und Qualitäten des Herzens bei allen Dingen.

Der Ursprung des Wortes „Intuition“ ist das lateinische Verb intueri, das meist mit „nach innen schauen“ oder „nachsinnen“ übersetzt wird. Hodgkinson schlussfolgert, dass „Intuition“ eine komplexe Reihe von miteinander verbundenen kognitiven, affektiven und somatischen Prozessen ist, in die kein absichtliches, rationales Denken offensichtlich eindringt. Er kommt auch zu dem Schluss, dass die beträchtliche Menge an Theorie und Forschung, die in den letzten Jahren entstanden ist, zeigt, dass das Konzept der Intuition als legitimer Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen entstanden ist, die wichtige Auswirkungen auf pädagogische, persönliche, medizinische und organisatorische Entscheidungen, Personalauswahl und -bewertung, Teamdynamik, Training und Organisationsentwicklung haben. Eine weitere umfassende Untersuchung der Intuitionsliteratur ergab diese Definition von Intuition: „Affektiv aufgeladene Urteile, die durch schnelle, unbewusste und ganzheitliche Assoziationen entstehen.“ 

Mehrere Forscher haben behauptet, dass die Intuition eine angeborene Fähigkeit ist, die alle Menschen in der einen oder anderen Form besitzen und wohl die universellste natürliche Fähigkeit ist, die wir besitzen. Sie sagen auch, dass die Fähigkeit zur Intuition als eine vererbte, nicht erlernte Gabe angesehen werden könnte. Ein gemeinsames Element, das sich auch in den meisten Diskussionen und Definitionen von Intuition findet, ist das des Affekts oder der Emotionen. Obwohl Intuitionen gefühlt werden, können sie von kognitiven Inhalten und der Wahrnehmung von Informationen begleitet sein. Unsere Forschung und Erfahrung zeigt, dass Emotionen die primäre Sprache der Intuition sind und dass Intuition eine weitgehend unerschlossene Ressource bietet, um unsere Emotionen, unsere tägliche Erfahrung und unser Bewusstsein zu managen und zu steigern.

Arten von Intuition

Unsere Forschung am HeartMath Institute legt nahe, dass es drei Kategorien oder Arten von Prozessen gibt, die das Wort Intuition beschreibt. Die erste Art von Intuition, oft als implizites Wissen oder implizites Lernen bezeichnet, bezieht sich im Wesentlichen auf Wissen, das wir in der Vergangenheit erworben haben und entweder vergessen oder nicht erkannt haben, dass wir es gelernt haben. Ausgehend von der neurowissenschaftlichen Konzeption des menschlichen Gehirns als hocheffizientes und effektives Mustererkennungsgerät  wurde eine Reihe von Mustererkennungsmodellen entwickelt, die zeigen, wie diese schnelle Art intuitiver Entscheidungs- und Handlungsweisen rein in Bezug auf neuronale Prozesse verstanden werden kann. Dabei gleicht das Gehirn die Muster neuer Probleme oder Herausforderungen mit impliziten Erinnerungen ab, die auf früheren Erfahrungen beruhen. 

Die zweite Art der Intuition ist das, was wir energetische Sensibilität nennen, was sich auf die Fähigkeit des Nervensystems bezieht, Umweltsignale wie elektromagnetische Felder zu erkennen und darauf zu reagieren (siehe auch Abschnitt Energetische Kommunikation). Es ist erwiesen, dass sowohl bei Menschen als auch bei Tieren die Aktivität des Nervensystems durch die geomagnetische Aktivität beeinflusst wird.  Manche Menschen scheinen zum Beispiel die Fähigkeit zu haben, zu fühlen oder zu spüren, dass ein Erdbeben bevorsteht, bevor es passiert. Es hat sich kürzlich gezeigt, dass Veränderungen des Erdmagnetfeldes etwa eine Stunde oder sogar noch länger vor einem grossen Erdbeben erkannt werden können. Ein weiteres Beispiel für energetische Empfindlichkeit ist das Gefühl, angestarrt zu werden. Mehrere wissenschaftliche Studien haben diese Art der Empfindlichkeit nachgewiesen. 

Die dritte Art der Intuition ist die nicht-lokale Intuition, die sich auf das Wissen oder den Sinn von etwas bezieht, das nicht durch vergangenes oder vergessenes Wissen oder durch das Wahrnehmen von Umweltsignalen erklärt werden kann. Es wird angenommen, dass die Fähigkeit, Informationen über nicht-lokale Ereignisse zu empfangen und zu verarbeiten, eine Eigenschaft aller physikalischen und biologischen Strukturen zu sein scheint, und dies liegt wahrscheinlich an der inhärenten Vernetzung von allem im Universum. Beispiele für nicht-lokale Intuition sind, wenn ein Elternteil spürt, dass etwas mit seinem Kind passiert, das viele Kilometer entfernt ist, oder das wiederholte, erfolgreiche Spüren, das Unternehmer über Faktoren erfahren, die mit dem Treffen effektiver Geschäftsentscheidungen zusammenhängen.

Implizites Lernen

Die Frage, wie Intuition mit gezielten, bewussten Denkprozessen interagiert, ist seit langem Gegenstand der Diskussion. Die Forschung im Bereich der Kognitions- und Sozialpsychologie hat die allgemein anerkannte Dual-Prozess-Theorie hervorgebracht, die zwei getrennte Verarbeitungssysteme vermuten lässt. Das erste System ist unbewusst, automatisch und intuitiv. Es verarbeitet Informationen sehr schnell und verbindet aktuelle Eingaben an das Gehirn mit vergangenen Erfahrungen. Daher ist es relativ anspruchslos in seiner Nutzung kognitiver Ressourcen. Wenn Menschen beispielsweise Erfahrungen in einem bestimmten Bereich gesammelt haben, werden implizite Intuitionen aus ihrer Fähigkeit abgeleitet, wichtige Umweltsignale zu erkennen und diese schnell und unbewusst mit bereits bekannten Mustern abzugleichen. Dies führt zu einer schnellen und effektiven Diagnose oder Problemlösung. Im Gegensatz dazu ist das zweite Verarbeitungssystem bewusst, relativ langsam, regelbasiert und analytisch. Es stellt höhere Anforderungen an die kognitiven Ressourcen als das erste System.

Einsicht

Der Begriff Intuition wird auch allgemein verwendet, um Erfahrungen zu beschreiben, die in der wissenschaftlichen Literatur als Einsicht bezeichnet werden. Wenn wir ein Problem haben, das wir nicht sofort lösen können, kann das Gehirn unbewusst daran arbeiten. Wenn wir unter der Dusche stehen, Auto fahren oder etwas anderes tun und nicht über das Problem nachdenken, kommt es häufig vor, dass eine Lösung im Bewusstsein auftaucht, ein Prozess, den wir als intuitive Einsicht erleben. Diese Art von implizitem Prozess beinhaltet eine längere Tragezeit, die einer Sackgasse bei der Problemlösung folgt, bevor eine plötzliche einsichtsvolle Wahrnehmung oder Strategie zu einer Lösung führt. Im Gegensatz dazu tritt Intuition in den oben beschriebenen Dual-Verarbeitungsmodellen der impliziten Intuition fast augenblicklich auf und ist emotional aufgeladen. 

Nicht-lokale Intuition

Das Studium der nicht-lokalen Intuition, die manchmal in die gleiche Kategorie wie Telepathie, Hellsehen und Präkognition eingeordnet wurde, ist in der wissenschaftlichen Gemeinschaft mit Debatten belastet. Es gibt zwar verschiedene Theorien, die versuchen zu erklären, wie der Prozess der Intuition funktioniert, aber diese Theorien müssen erst noch bestätigt werden, so dass eine integrierte Theorie noch formuliert werden muss. Dennoch gibt es inzwischen eine grosse Anzahl dokumentierter, gründlicher wissenschaftlicher Forschungen zur nicht-lokalen intuitiven Wahrnehmung, die mehr als sieben Jahrzehnte zurückreichen. Eine Vielzahl von Experimenten zeigt, dass sie nicht durch Fehler in der Versuchsplanung oder in den Forschungsmethoden, statistischen Techniken, Zufall oder selektive Berichterstattung über die Ergebnisse erklärt werden kann. 

Eine Meta-Analyse von neun Experimenten, die physiologische Reaktionen vor einem zukünftigen Ereignis (Vor-Stimulus-Reaktionen) gemessen haben, die sonst durch keinen bekannten Inferenzprozess vorhergesehen werden konnten, ergab statistisch signifikante Ergebnisse in acht der neun Studien bei über 1.000 Probanden. Im Anschluss daran kam ein Forscher durch die Untersuchung von 26 Studien ebenfalls zu dem Schluss, dass eine klare Vor-Stimulus-Reaktion bei physiologischer Aktivität vor unvorhersehbaren Stimuli auftrat, obwohl die Mechanismen für diesen Befund noch nicht bekannt sind. 

Es gibt überzeugende Beweise dafür, dass das physische Herz an ein Informationsfeld gekoppelt ist, das nicht an die klassischen Grenzen von Zeit und Raum gebunden ist.  Dieser Beweis stammt aus einer gründlichen experimentellen Studie, die gezeigt hat, dass das Herz Informationen über ein zukünftiges Ereignis erhält und verarbeitet, bevor das Ereignis tatsächlich stattfindet.

Abbildung 7.2
Die prestimulatorische Reaktion des Herzens. Die Grafik zeigt Gruppenmittelwerte der Herzfrequenzvariabilität (blaue und rote Linien) und des Hautleitfähigkeitsniveaus (rosa und grüne Linien). Der Zeitpunkt „0“ gibt an, wann die Fotos zum ersten Mal gezeigt wurden, als die Teilnehmer entweder ein emotional erregendes oder ein beruhigendes Bild sahen. Vor-Stimulus-Reaktionen, die auf eine nicht-lokale Intuition hinweisen, liegen im Zeitraum zwischen -6 und 0 Sekunden. Die rote Linie ist die HRV-Spur, wenn das zukünftige Foto ein emotionales war, und die blaue Linie zeigt die HRV für beruhigende zukünftige Fotos. Der hochsignifikante Unterschied zwischen den HRV-Reaktionen in der Vor-Stimulus-Periode vor den zukünftigen beruhigenden oder emotionalen Fotos kann deutlich gesehen werden, wenn die HRV etwa 4,8 Sekunden vor den Fotos der Teilnehmer zu divergieren beginnt.

In Erweiterung und aufbauend auf Radins Protokoll, das darauf ausgelegt ist, eine emotionale Reaktion durch zufällig ausgewählte, emotional erregende oder beruhigende Fotos hervorzurufen, fügten wir Messungen der Gehirnreaktion (EEG) und der Herz-Rhythmus-Aktivität (EKG) hinzu und stellten fest, dass sowohl das Gehirn als auch das Herz die Vor-Stimulus-Informationen nicht nur etwa 4 bis 5 Sekunden vor einem zukünftigen emotionalen Bild, das zufällig vom Computer ausgewählt wurde, erhielten, sondern das Herz diese Informationen tatsächlich etwa 1,5 Sekunden erhielt, bevor das Gehirn sie erhielt. (Abbildung 7.3). 


Abbildung 7.3
Beispiel für die zeitliche Dynamik der Vor-Stimulus-Reaktionen von Herz und Gehirn. Dieses Überlagerungsdiagramm zeigt das mittlere ereigniskorrelierte Potential (ERP) am EEG-Standort FP2 und die Herzfrequenz-Verzögerungskurven während der Vor-Stimulus-Phase. (Der Zeitpunkt „0“ bezeichnet den Stimulusbeginn.) Die Herzfrequenzverzögerungskurve für die Studien, in denen ein negatives emotional erregendes Foto in der Zukunft zu sehen wäre, wich von derjenigen der Studien ab, die ein beruhigendes Zukunftsbild (scharfe Verschiebung nach unten) etwa 4,8 Sekunden vor dem Stimulus enthielten (Pfeil 1). Die emotionalen Studien ERP zeigten eine scharfe positive Verschiebung etwa 3,5 Sekunden vor dem Stimulus (Pfeil 2). Diese positive Verschiebung des ERP zeigt an, wann das Gehirn die Art des zukünftigen Reizes „kannte“. Der Zeitunterschied zwischen diesen beiden Ereignissen deutet darauf hin, dass das Herz die intuitive Information etwa 1,3 Sekunden vor dem Gehirn erhielt. Die Herzschlag-Evozierte-Potenzial-Analyse bestätigte, dass in dieser Zeit ein anderes afferentes Signal vom Herzen an das Gehirn gesendet wurde. 

Eine Reihe von Studien haben seitdem Hinweise auf die Rolle des Herzens bei der Reflexion zukünftiger oder entfernter Ereignisse gefunden. Unter Verwendung einer Kombination von kortikal-evozierten Potentialen und herzschlag-evozierten Potentialen fanden diese Studien auch heraus, dass, wenn die Teilnehmer vor den Studien im physiologischen Kohärenzmodus waren, der afferente Input vom Herz und dem kardiovaskulären System Veränderungen in der elektrischen Aktivität des Gehirns modulierte, insbesondere in den frontalen Hirnbereichen. Mit anderen Worten, die Teilnehmer waren in einem kohärenten Zustand vor der Teilnahme am Versuchsprotokoll besser auf die Informationen aus dem Herzen eingestellt. Daher wird erwartet, dass der Zustand der psychophysiologischen Kohärenz die intuitive Fähigkeit verbessert. 

Dies deutet darauf hin, dass das Herz direkt an eine Informationsquelle gekoppelt ist, die mit der Vielzahl der energetischen Felder, in die der Körper eingebettet ist, interagiert. Wir fanden auch weitere Hinweise darauf, dass die Grösse der vorstimulatorischen Reaktion auf ein zukünftiges Ereignis mit dem Grad der Emotionalität, die mit diesem Ereignis verbunden ist, zusammenhängt. 

Nicht-lokale Intuition bei Mehrfachunternehmern

Eine im Iran durchgeführte Studie mit einer Gruppe von 30 Mehrfachunternehmern in den Wissenschafts- und Technologieparks der Stadt Teheran duplizierte und erweiterte unsere erste Studie zur Intuition.Für diese Studie wurden Mehrfachunternehmer ausgewählt, weil sie am ehesten gezeigt haben, dass ihr Erfolg nicht nur auf Glück beruht und sie die Erfolgschancen übertroffen haben. Ausserdem haben Studien gezeigt, dass sie eine starke Tendenz haben, sich bei wichtigen Geschäftsentscheidungen auf ihre Intuition zu verlassen. Die Studie wurde nach unserer oben beschriebenen Studie modelliert, deren Stimulus eine computergesteuerte Zufallsfolge von ruhigen und emotionalen Bildern war. Diese Studie fügte jedoch ein neues Element hinzu: Die Forscher führten zwei separate Experimente durch.

Die erste, mit einer Gruppe von Einzelteilnehmern (N = 15), und die zweite, mit einer Gruppe von Mitteilnehmer-Paaren (N = 30), untersuchte die „Verstärkung“ von Intuitionseffekten durch soziale Bindungen. Im Experiment für Einzelteilnehmer sah der Teilnehmer die Bilder allein auf einem Monitor, während im Experiment für Mitteilnehmer-Paare jedes Paar die gleichen Bilder gleichzeitig auf zwei Monitoren betrachtete, während sie sich gegenüber sassen, wie in Abbildung 7.4 dargestellt.

Abbildung 7.4
Aufbau für Einzelteilnehmer-Experiment und Mitteilnehmer-Paar-Experiment

Jedes Experiment wurde über 45 Versuche durchgeführt, wobei die Herzfrequenz-Rhythmus-Aktivität kontinuierlich aufgezeichnet wurde. In beiden Experimenten zeigten die Ergebnisse signifikante Vor-Stimulus-Ergebnisse, d.h. für die Zeit, bevor der Computer den Bildreiz zufällig ausgewählt hatte. Ausserdem wurde im Einzelexperiment eine signifikante Trennung zwischen den emotionalen und beruhigenden HRV-Kurven beobachtet, während im Experiment mit den Paaren der Mitteilnehmer eine noch grössere Trennung zu beobachten war und der Unterschied zwischen den beiden Gruppen ebenfalls signifikant war. Insgesamt bestätigen die Ergebnisse des Einzelteilnehmer-Experiments unsere und andere frühere Erkenntnisse, dass elektrophysiologische Messungen, insbesondere Veränderungen des Herzrhythmus, intuitives Vorwissen demonstrieren können. Dieses Ergebnis ist bemerkenswert, weil es, da es aus Experimenten im Iran stammt, eine kulturübergreifende Bestätigung in einem nicht-westlichen Kontext darstellt. Darüber hinaus bieten die Ergebnisse für Mitteilnehmer-Paare neue Hinweise auf die Verstärkung des nicht-lokalen Intuitionssignals.

Vollmond-Effekt auf die Verstärkung der Intuition

Wir evaluierten auch eine aktualisierte Version eines von uns entwickelten Roulette-Protokolls, das zwei Vor-Stimulus-Segmente enthält. Diese Studie umfasste eine Analyse der individuellen Datenanalyse und eine Datenanalyse auf Gruppenebene für 13 Teilnehmer in acht separaten Studien. Wir untersuchten auch die potenziellen Auswirkungen der Mondphase auf die Ergebnisse der Vor-Stimulus-Reaktion sowie auf die Gewinne und Gewinnquoten der Teilnehmer. Die experimentellen Sitzungen wurden zur Hälfte während der Vollmondphase und zur Hälfte während der Neumondphase durchgeführt. Innerhalb jeder Studie wurden insgesamt drei Segmente der physiologischen Daten ausgewertet. Es gab zwei getrennte Vor-Stimulus-Perioden, eine Vor-Wette- (4 Sekunden) und eine Nach-Wette- (12 Sekunden), sowie eine Nach-Ergebnis-Periode (6 Sekunden). Den Teilnehmern wurde gesagt, dass sie an einem Glücksspielexperiment teilnahmen, sie erhielten ein Startkit und wurden darüber informiert, dass sie etwaige Gewinne während der 26 Versuche für jede der acht Sitzungen behalten konnten. Zu den physiologischen Messungen gehörte das EKG, aus dem die Herzschlagintervalle (HRV) und der Hautleitwert abgeleitet wurden.

Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass das Protokoll eine effektive objektive Methode zur Messung und Erkennung einer Vor-Stimulus-Reaktion darstellt, die eine Art nicht-lokale Intuition demonstriert. Wir fanden signifikante Unterschiede zwischen den Gewinn- und Verlustreaktionen in den aggregierten physiologischen Wellenformdaten während beider Vor-Stimulus-Segmente (Abbildung 7.5).

Im Durchschnitt stellten wir eine signifikante Vor-Stimulus-Reaktion fest, die etwa 18 Sekunden bevor die Teilnehmer das zukünftige Ergebnis kannten, begann. Interessanterweise gab es keine starke allgemeine Beziehung zwischen den Vor-Stimulus-Reaktionen und dem Geldbetrag, den die Teilnehmer gewonnen oder verloren haben. Wir fanden auch einen signifikanten Unterschied in beiden Vor-Stimulus-Perioden während der Vollmondphase, in der sie ebenfalls mehr Geld gewannen, aber nicht in der Neumondphase (Abbildung 7.6). Insgesamt deuten die Ergebnisse auch darauf hin, dass die Teilnehmer, wenn sie in der Lage gewesen wären, sich besser auf ihre internen kardialen Vorreizreaktionen einzustellen, bei ihren Wettauswahlen wesentlich besser abgeschnitten hätten.

Abbildung 7.5
Multisession-Roulette-Paradigmenstudie Es werden grosse Mittelwerte für die Hautleitfähigkeitsniveaus und HRV-Gewinn-/Verlust-Wellenformunterschiede als Reaktion auf Gewinn oder Verlust für alle 13 Teilnehmer über alle acht Studien für die drei Segmente des Experiments gezeigt: Vor-Wett-, Nach-Wett- und Nach-Ergebnis-Perioden. * = (p < 0.05), ** = (p < 0.01), *** = (p < 0.001).

Abbildung 7.6
Multisession-Roulette-Paradigmenstudie Gezeigt sind die grossen Mittelwerte nach Mondphase für die Hautleitfähigkeitsniveaus und die Ergebnisse der HRV-Gewinn-/Verlustwellenformen. Es gab einen signifikanten Unterschied in den HRV-Gewinn-/Verlustwellenformen sowohl in den Perioden vor dem Wetteinsatz (p < 0,01) als auch nach dem Wetteinsatz (p < 0,05) während der Vollmondphase und keinen signifikanten Unterschied während der Neumondphase. * = (p < 0.05), ** = (p < 0.01), *** = (p < 0.001).

Herz-Intelligenz

Da das Herz eine zentrale Rolle bei der Schaffung von physiologischer Kohärenz spielt und mit von Herzen kommenden positiven Emotionen und Intuition verbunden ist, ist es nicht überraschend, dass einer der stärksten Fäden, der die Ansichten verschiedener Kulturen und religiöser und spiritueller Traditionen im Laufe der Geschichte vereint, die universelle Auffassung ist, dass es die Quelle von Liebe, Weisheit, Intuition, Mut usw. ist. Jeder kennt solche Ausdrücke wie „mit dem Herzen dabei sein“, „jemandem geht das Herz auf“ und „aus dem Herzen sprechen“. All dies deutet auf die implizite Erkenntnis hin, dass das Herz mehr ist als eine physische Pumpe, die das Leben erhält. Solche Ausdrücke spiegeln das wider, was oft als das intuitive oder spirituelle Herz bezeichnet wird. Im Laufe der Geschichte haben sich die Menschen dem intuitiven Herzen – auch als ihre innere Stimme, Seele oder höhere Macht bezeichnet – als Quelle der Weisheit und Führung zugewandt.

Wir sind der Auffassung, dass die Begriffe intuitives Herz und spirituelles Herz sich auf unser energetisches Herz beziehen, von dem wir glauben, dass es mit einem tieferen Teil von uns selbst verbunden ist. Viele bezeichnen dies als ihr höheres Selbst oder ihre höheren Fähigkeiten, oder als das, was der Physiker David Bohm als „unsere implizite Ordnung und ungeteilte Ganzheit“ beschrieb. [235] Wir verwenden den Begriff energetische Systeme in diesem Zusammenhang, um die Funktionen zu bezeichnen, die wir nicht direkt messen, berühren oder sehen können, wie unsere Emotionen, Gedanken und Intuitionen. Obwohl diese Funktionen lose mit biologischen Aktivitätsmustern zusammenhängen, bleiben sie dennoch unsichtbar und vor direkter Beobachtung verborgen. Mehrere namhafte Wissenschaftler haben vermutet, dass solche Funktionen vor allem im Frequenzbereich ausserhalb von Zeit und Raum operieren, und sie haben einige der möglichen Mechanismen vorgestellt, die ihre Fähigkeit zur Interaktion mit biologischen Prozessen bestimmen. 

Wie im Kapitel Herz-Hirn-Kommunikation dieser Arbeit besprochen, hat das physische Herz umfangreiche afferente Verbindungen zum Gehirn und kann die Wahrnehmung und das emotionale Erleben modulieren.Unsere Erfahrung legt nahe, dass das physische Herz auch Kommunikationskanäle hat, die es mit dem energetischen Herzen verbinden. Wie im Kapitel Herz-Hirn-Kommunikation dieser Arbeit besprochen, hat das physische Herz umfangreiche afferente Verbindungen zum Gehirn und kann die Wahrnehmung und das emotionale Erleben modulieren. Unsere Erfahrung legt nahe, dass das physische Herz auch Kommunikationskanäle hat, die es mit dem energetischen Herzen verbinden.  Die nicht-lokale Intuition ist daher transformierend, und aus unserer Perspektive enthält sie die Weisheit, die vom höheren Informationsfeld der Seele über das energetische Herz in das psychophysiologische System hinunterströmt und unsere Moment-zu-Moment-Erfahrungen und Interaktionen informieren kann. Im HeartMath Institute nennen wir dies Herzintelligenz.

Die Herzintelligenz ist der Fluss des höheren Bewusstseins und der Intuition, die wir erfahren, wenn der Verstand und die Emotionen mit dem energetischen Herzen in eine synchrone Ausrichtung gebracht werden. Wenn wir herzzentriert und kohärent sind, haben wir eine engere Kopplung und engere Ausrichtung mit unserer tieferen Quelle der intuitiven Intelligenz. Wir sind in der Lage, unsere Gedanken und Emotionen intelligenter selbst zu regulieren, was mit der Zeit das Bewusstsein anhebt und eine neue innere physiologische und psychologische Basis schafft. Mit anderen Worten, es gibt einen verstärkten Fluss intuitiver Informationen, die über das emotionale Energiesystem an den Verstand und das Gehirnsystem übermittelt werden, was zu einer stärkeren Verbindung mit unserer tieferen inneren Stimme führt.

Zugriff auf die Intuition

Obwohl der Grad des Zugangs der Menschen zur Intuition des Herzens variiert, haben wir alle Zugang zu den drei Arten von Intuition. Wenn wir lernen, unseren Verstand zu verlangsamen und uns auf unsere tieferen Gefühle im Herzen einzustellen, kann eine natürliche intuitive Verbindung entstehen. Oft wird an Intuition im Zusammenhang mit der Erfindung einer neuen Glühbirne oder dem Gewinn in Las Vegas gedacht, aber was die meisten Menschen entdecken, ist, dass Intuition ein sehr praktischer Vorteil ist, der ihnen bei ihren Entscheidungen im täglichen Leben von Moment zu Moment helfen kann. Unsere intuitiven Einsichten entfalten oft mehr Verständnis für uns selbst, andere, Themen und das Leben als jahrelang angesammeltes Wissen. Sie ist besonders hilfreich, um unnötigen Energieaufwand zu eliminieren, der unsere internen Reserven aufbraucht und es schwieriger macht, unsere Einstellungen, Emotionen und Verhaltensweisen in alltäglichen Situationen selbst zu regulieren und zu steuern. Die Intuition ermöglicht es uns, unsere Fähigkeit zu steigern, über automatische Reaktionen und Wahrnehmungen hinauszugehen. Sie hilft uns, intelligentere Entscheidungen aus einer tieferen Quelle von Weisheit, Intelligenz und ausgewogener Unterscheidungsfähigkeit zu treffen, was im Wesentlichen unser Bewusstsein, unser Glück und die Qualität unserer Lebenserfahrung erhöht. Dies erhöht die Synchronizität und steigert unsere Kreativität und die Fähigkeit, durch das Leben zu gleiten. Sie steigert auch unsere Fähigkeit, mit unangenehmen Situationen, wie z.B. dem Umgang mit schwierigen Menschen, leichter umzugehen und fördert die harmonische Interaktion und Verbindung mit anderen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die bewusste Wahrnehmung von allem, einschliesslich unserer Emotionen und intuitiven Eingebungen, erst möglich ist, wenn etwas unsere Aufmerksamkeit erregt hat.  Die sensorischen Neuronen in unseren Augen, Ohren, Nase und Körper sind Tag und Nacht kontinuierlich aktiv, egal ob wir wach sind oder schlafen. Das Gehirn erhält einen stetigen Informationsstrom über alle Ereignisse, die die Sinnesorgane wahrnehmen. Es wäre verwirrend, wenn wir ständig alle eingehenden Informationen aus unserer äusseren und inneren Umgebung wahrnehmen würden. Tatsächlich ignorieren wir die meisten Informationen, die im Gehirn ankommen, völlig – die meiste Zeit. Erst wenn die Eingaben gross, plötzlich oder neuartig sind oder zu einer emotionalen Reaktion führen, fangen sie unsere Aufmerksamkeit ein und fokussieren sie, und wir werden uns ihrer bewusst. 

Die freiwillige Aufmerksamkeit hingegen beschreibt den Prozess, in dem wir die Inhalte unseres eigenen Bewusstseins sowie die Dauer unserer Fokussierung bewusst selbst regulieren und bestimmen können. Aktuelle Erkenntnisse legen nahe, dass diese Selbstregulationsfähigkeit auf eine innere, energieähnliche Ressource angewiesen ist, die dazu dient, den Bewusstseins- und Verhaltensstrom zu unterbrechen und zu verändern. Wenn diese begrenzte Energie erschöpft ist, sind weitere Anstrengungen zur Selbstregulation weniger erfolgreich als üblich.  Mit Übung kann jedoch die Fähigkeit zur Selbstregulation erhöht werden und uns mehr Energieressourcen zur Verfügung stellen, um die selbstgesteuerte Kontrolle aufrechtzuerhalten. Wichtig ist, dass diese Praktiken auch der Schlüssel zur Schaffung einer neuen Ausgangsbasis sind, und sobald eine neue Ausgangsbasis geschaffen ist, werden die neuen Muster der Selbstregulierung automatisch und erfordern daher nicht den gleichen Energieaufwand.

Einer der wichtigsten Schlüssel für den Zugang zu mehr intuitiver Intelligenz und einem Sinn für inneres Wissen ist die Entwicklung von tiefergehenden Ebenen der Selbstwahrnehmung unserer subtileren Gefühle und Wahrnehmungen, die sonst nie ins Bewusstsein gelangen. Mit anderen Worten, wir müssen auf die intuitiven Signale achten, die oft unter dem Radar der bewussten Wahrnehmung liegen oder durch ständiges mentales Geplapper und emotionale Unruhe übertönt werden. Ein häufiger Bericht von Menschen, die sich in der Praxis mehr auf ihre inneren Signale konzentrieren, ist, dass das Herz einen stetigen Strom intuitiver Informationen an den Verstand und das Gehirn übermittelt. In vielen Fällen nehmen wir nur einen kleinen Prozentsatz intuitiver Informationen wahr oder wir entscheiden uns dafür, die Signale zu übergehen, weil sie nicht unseren egozentrischen Wünschen entsprechen.

Da es eine Beziehung zwischen erhöhter Herzkohärenz und dem Zugang zu intuitiven Signalen gibt,  ist die Fähigkeit, in einen kohärenten Zustand zu wechseln, ein wichtiger Faktor in den drei Arten von Intuition: implizites Wissen/Lernen, energetische Sensibilität und nicht-lokale Intuition. Die oben besprochene Forschung legt nahe, dass es möglich ist, effektiver auf intuitive Intelligenz zuzugreifen, indem wir uns zunächst in einen kohärenten Zustand begeben, mentales Geschwätz und emotionale Unruhe beruhigen und auf Veränderungen in unseren Gefühlen achten, ein Prozess, der intuitive Signale ins Bewusstsein bringt. Wir haben herausgefunden, dass eine erhöhte Herz-Rhythmus-Kohärenz mit signifikanten Verbesserungen der Leistung bei Aufgaben, die Aufmerksamkeitsfokus und subtile Unterscheidung erfordern, korreliert.  Wir haben auch herausgefunden, dass die Herz-Rhythmus-Kohärenz mit vor-stimulus-bezogenen afferenten (aufsteigenden) Signalen vom Herz zum Gehirn korreliert. 

Es ist wahrscheinlich, dass diese Signale wichtige Elemente der Intuition sind, die besonders bei der Mustererkennung hervorstechen und an allen Arten von intuitiven Prozessen beteiligt sind.

Die Freeze Frame Technik,  ist ein fünfstufiger Prozess, der entwickelt wurde, um intuitive Fähigkeiten zu verbessern, Energieabflüsse zu stoppen, die Perspektive zu wechseln, mehr Klarheit zu erlangen und innovative Lösungen für Probleme oder Fragen zu finden.

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( Quelle ) Veröffentlicht von | Jan 28, 2020 | Tiefergehende Übersichten / Zusammenhänge, Wissenschaft&Technik

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13.02.2020 J/L
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Verbundenheit ein Schlüsselfaktor für deine psychische Gesundheit

Verbundenheit
 
Bindungen‘ kann wie etwas klingen, was wir nicht loslassen wollen. Im Zusammenhang mit dem folgenden Artikel jedoch sind Bindungen ein psychologischer Begriff für Dinge, an die wir uns binden sollen – Verbundenheiten / Zuneigungen / Anhänglichkeit. Wenn wir diese essentiellen Bindungen verlieren, fühlen wir uns angetriggert, weil unsere Kernbedürfnisse nicht erfüllt werden. Wenn wir über eine lange Zeitperiode hinweg die Situation nicht in Ordnung bringen, können wir negative Grundüberzeugungen entwickeln, die uns dazu bewegen können, unser Leben noch miserabler zu machen. Zu verstehen, wir haben diese Bedürfnisse ganz existenziell, und zu lernen, wie wir sie zufrieden stellen können, ist ein essentieller Aspekt des menschlichen Lebens, für den wir alle Zeit uns nehmen sollten, um dies zu verstehen.
 
Wenn wir unsere Bindungen verlieren, löst das uralte Abwehrmechanismen aus, die wir als negative Emotionen erleben. Wenn dies nicht geheilt wird, macht das die Seele unwirsch, mürrisch und verursacht, dass wir hasserfüllt, bösartig und zerstörerisch werden. Wir fügen uns selbst und anderen Schaden zu, um diese giftige Energie zu entladen.

Wenn wir uns beispielsweise verlassen fühlen, wenn wir spüren, unsere Träume können nicht verwirklicht werden, wir glauben, die Welt sei ein ungerechter Ort, führt dies oftmals zu antagonistischer Energie, nach aussen hin ausgedrückt in Form von diversem unsozialen Verhalten. Doch sobald wir entdecken werden, dass selbst jene, die einen offenbaren Verlust von Bindungen erlitten fröhlich und glücklich bleiben können, können wir diese grundlegenden Bindungsbedürfnisse auf spirituelle Weise stärken.

Die spirituelle Perspektive hilft uns zu verstehen, weswegen unsere Psychologie für Bindungen ausgelegt ist.

Es ist gesagt worden, das Einssein sei die Grundlage unserer Realität.

Falls der Schöpfer im Inneren von uns und um uns herum ist, dann müssen wir sicherlich in den tiefsten Teilen des Seins alle auf irgendeine Weise verbunden sein. Diese kosmische Einsicht kann verstanden werden, indem wir uns anschauen, wie die biologische Welt das Einssein durch Gemeinschaft, Kameradschaft und Kooperation ausdrückt.

Trotz des offensichtlichen Anscheins sind alle Dinge miteinander verbunden, besonders die lebenden Dinge. Wir nennen dies das Ökosystem oder den Kreislauf des Lebens, was auf den Fakt hinweist, dass die Nahrung, die wir essen, das Wasser, das wir trinken, und die Luft, die wir atmen, viele Schichten lebender Systeme durchlaufen hat, bevor wir sie konsumieren. Die Erde erscheint in diesem Sinne als eine Art grosser lebender Organismus, die als Gastgeberin für alle anderen darauf lebenden Lebewesen fungiert.

Die Zellen unseres Körpers arbeiten alle zusammen in einer grossen und verblüffenden Einheit von über 30 Billionen Zellen. Diese Zellen bilden Gemeinschaften – Organe und Gewebe – die ebenfalls in Harmonie zusammenarbeiten. Wenn diese Harmonie zusammenbricht, nennen wir das Krebs oder Krankheit. Dasselbe Grundthema der Einheit soll sich auch in der menschlichen Welt der Gesellschaft und der sozialen Interaktionen abspielen, obwohl die bestehende menschliche Kultur das spirituelle Versprechen der globalen familiären Einheit noch nicht realisiert hat. Dennoch operieren die Werkzeuge, die wir für diese Einheit nutzen werden, jetzt in uns, in der tiefsten Faser unseres Seins.

Innerhalb unserer eigenen Neurologie existieren ganze Systeme, die uns dabei helfen, Zugang zu Bindungen zu erhalten und diese aufrechtzuerhalten.
Wir haben eine Bindung an die Zukunft, die wir durch einen Annäherungsmechanismus erfahren. Dieses Gefühl, das du bekommst, wenn du ganz aufgeregt und energetisiert bist, etwas zu tun, das du wertschätzt, ist ein neurologischer Prozess, der bestimmte Teile des Gehirns in Belohnungschemikalien badet. Wenn du keinerlei Leidenschaften hast, wenn du keinen Sinn und keinen Antrieb fühlst, deine Träume zu verwirklichen, fühlst du dich dann nicht uninspiriert, gelangweilt und unglücklich?

Die Tatsache, dass wir uns durch Sinnfindung gut fühlen und durch den Mangel an Lebenssinn schlecht fühlen, offenbart, dass wir tatsächlich so programmiert (göttlich gestaltet) sind, mit der Zukunft verbunden zu sein, verbunden mit einer Zeitlinie, in der unsere Werte ausgedrückt werden können.
Eine andere Art der Bindung ist die soziale.

Ganze Gehirnzentren regulieren die sozialen Aspekte des Lebens, indem sie Genusshormone wie Oxytocin und Endorphine in unser Gehirn verfrachten, wenn wir uns mit Menschen beschäftigen, die wir wertschätzen und um die wir uns kümmern. Wenn du die Fähigkeit verlierst, mit denen zu interagieren, die du schätzt, wird dies als Verlust der sozialen Bindung gefühlt: als Verlassenheit. Wenn wir in unserem Alltag jemanden verlieren, weil er stirbt, wegen eines fiesen Kampfes oder der Trennung von jemandem von Bedeutung für dich, dann ist das ein Verlust einer sozialen Bindung, der negative Emotionen hervorruft.

Letztlich ist eine der wichtigsten Bindungen, eine, die als Gefäss für alle zu dienen scheint, die Bindung an ein ideales Selbst, dass wir mit der Zeit besser werden.
Als sich entwickelnde Menschen, als Wesen der Veränderung, bewegen wir uns dynamisch durch das Leben. Doch jene Veränderung kann entweder gut sein oder nicht, abhängig von unseren Werten. Wenn wir die Bindung an ein Leben verlieren, die uns das Gefühl gibt, uns auf ein idealeres Selbst zuzubewegen, in dem wir unseren Träumen nachgehen können, fühlt sich das sehr entmächtigend an.

Unsere Träume, die Dinge, über die wir nachdenken und die wir für uns und andere umsetzen wollen, offenbaren selbst diesen Drang zum Idealismus. Wir haben jedoch keine von der Realität unabhängigen Träume. Unsere Träume sind tatsächlich ein Produkt unserer Umwelt, da sich diese mit unserem Bewusstsein in Kontakt setzt.

Unser Potenzial als Seelen beginnt spirituell durch unsere Träume zu dämmern. Wenn wir daher das Gefühl haben, dass wir in einer Welt leben, in der unsere Träume nicht verwirklicht werden können, ist dies an sich ein negativer Kernglaube, der uns von unserer Bindung an ein ideales Leben abschneidet, ein Verlust der Bindung an die Zukunft. Das meine ich mit der idealen Selbst-Anbindung, die als Gefäss für andere dient. Die Art und Weise, wie wir unsere Bindung an ein ideales Selbst aufrechterhalten, besteht darin, dass wir uns an Menschen binden, die wir wertschätzen (diejenigen, die uns helfen können, unsere Träume zu verwirklichen), was selbst eine Anbindung an eine ideale Zukunft ist.

Leiden geschieht in diesem praktischen Sinn der psychologischen Anhaftung, wenn wir nicht wissen, wie wir diese grundlegenden Bedürfnisse erfüllen können. Und wenn wir die sogenannten Propheten und Mystiker von einst untersuchen, diejenigen, die das Leiden des Lebens transzendiert zu haben scheinen, taten dies fast alle, indem sie diese Kernbindungen durch eine spirituelle Philosophie verstärkten.

Jesus erkannte beispielsweise, dass er sozial an alle gebunden war, als er ein Himmelreich beschrieb, in dem alle Menschen, unabhängig von ihrem Charakter, Kinder des Göttlichen sind. Darüber hinaus verband er sich mit einer idealen Zukunft und einer idealen Vision des Selbst, indem er sich der Mission verpflichtete, die Seelen anderer zu heilen, indem er sie daran erinnerte, dass sie ebenfalls Kinder des Göttlichen sind. In diesem Sinne ist das Himmelreich die Erkenntnis, dass alle vom Göttlichen geliebt werden und sich in göttlicher Gemeinschaft mit allen anderen Wesen befinden.

Ob du an diese Behauptung glaubst oder nicht, solltest du in der Lage sein zu sehen, dass das Glaubenssystem von Jesus selbst ein Glaube ist, der fast unerschütterliche Bindungen erschafft. Diese Anbindungen waren für Jesus so stark, dass er in der Lage war, seine Feinde zu lieben und ihnen zu vergeben, selbst wenn sie versuchten, ihn zu töten. Er wurde nicht verbittert, rachsüchtig oder hasserfüllt, und das zeigt, dass seine Anbindung intakt war.

Somit, es ist ganz egal, ob du an die Geschichte mit Jesus glaubst oder nicht. Die praktische Tatsache, dass eine spirituelle Philosophie unerschütterliche Bindungen erschaffen kann und dies auch tut, hat sich in vielen Fällen des menschlichen Lebens als wahr erwiesen. Dies wird auch von der Wissenschaft anerkannt und in einer Studie beschrieben, in der die Kraft der Spiritualität zur Verleihung von psychologischer Belastbarkeit beschrieben wird.

Angesichts all dessen ist die Bildung der richtigen Bindungen die Schlüsselmethode für ein erfülltes Leben. Offensichtlich ist es keine gute Variante, uns in einer ko-abhängigen Weise aneinander binden. Ebenfalls ist es nicht hilfreich, toxische Bindungen zu missbrauchenden Menschen oder Situationen aufrechtzuerhalten. Wenn wir jedoch keinen Ersatz finden, werden die primitiveren Aspekte unserer Psychologie immer noch an uns gebunden sein. Das bedeutet, diese Technik erfordert, alles, was minderwertiger ist als die idealen Anbindungen durch besseres zu ersetzen. Der beste Rahmen, auf dem unsere sozialen Bindungen ruhen können, ist wohl ein Rahmen, der auf einer wahrheitsgemässen, dynamischen und lebendigen spirituellen Philosophie basiert.
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Warum Bindungen der Schlüsselfaktor der menschlichen Gesundheit sind. Geschrieben von Amanda Robins auf Psych CentralAnbindung.
 
Du hast davon gehört, oder? Wie können du und dein Partner eine bessere, erfüllendere Beziehung haben, indem ihr etwas über eure Bindungsstile lernt und wie sie ineinander greifen (oder eben auch nicht)?Lies auch: Wie Soziale Medien Paarbindungen, spirituelles Wachstum und liebevolle Beziehungen verletzen: Warum es schwer ist, in der heutigen Welt Liebe zu finden.
 
Doch Bindung ist nicht nur etwas für die Romantischen unter uns.Bindungen beeinflussen unser soziales und emotionales Wohlbefinden – unser Selbstvertrauen, unsere Fähigkeit, mit anderen Menschen auszukommen, sogar unsere Fähigkeit, einen Karriereweg zu erkennen.Wie kann denn Bindung so bedeutsam sein?

Bindungen sind dazu gedacht, uns beim Überleben zu helfen.Sie helfen uns, mit unseren Bezugspersonen in Beziehung zu treten und stellen somit sicher, dass wir in der Nähe derjenigen bleiben, die uns ernähren, schützen und beruhigen können. Nicht nur das, darüber hinaus ruft unser Bindungsverhalten diese fürsorglichen Verhaltensweisen bei unseren Eltern hervor und hilft, eine dauerhafte Bindung zu erzeugen, die unsere frühe Entwicklung beeinflusst.

Kindheit und Bindung.Bevor wir geboren werden, nehmen wir bereits Informationen aus unserer Umwelt auf. Der mentale Zustand und das emotionale Wohlbefinden unserer Mutter haben einen grossen Einfluss auf unsere Entwicklung – bereits in diesem frühen Stadium.

Natürlich beeinflusst das körperliche Wohlbefinden der Mutter ebenfalls das heranwachsende Kind, doch wenn sie gestresst, ununterstützt oder ängstlich ist, beeinflusst dies ebenso die frühe Umwelt des Kindes durch die Anwesenheit von Stresshormonen im Blut, die die Plazentawand durchdringen.

Menschen mit einer Vorgeschichte voller unsicherer Bindungen werden im späteren Leben anfälliger für psychische Erkrankungen und andere Probleme sein.Wir lernen durch unsere frühen Anbindungen, wer wir sind. Wir lernen auch, wie wir Beziehungen eingehen und was wir von Beziehungen erwarten können.

Wenn wir in der Kindheit keine adäquate Spiegelung und Einstimmung erhalten, lernen wir nicht, uns selbst zu schätzen, und in manchen Fällen lernen wir vielleicht nie, wer wir überhaupt sind.Wir werden nicht perfekt geformt geboren.Unser Nervensystem und unser Gehirn entwickeln sich im Einklang mit unserer primären Bezugsperson (üblicherweise, jedoch nicht immer, unsere Mutter).

Diese Beziehung erlaubt es uns, die Welt sicher zu erleben.Während wir aufwachsen, lernen und erforschen wir, lernen uns selbst und unsere Umwelt kennen. Diese bedeutsame erfahrungsabhängige Entwicklung baut Strukturen und Pfade auf, die unser Wohlbefinden über unser gesamtes Leben hinweg beeinflussen.

Doch manchmal verlaufen die Dinge nicht so gut. Unsere Mutter ist gestresst oder unpässlich, ängstlich oder allein gelassen, d.h. ununterstützt. In manchen Fällen mögen die Eltern eine Geschichte voller Traumata haben, die niemals aufgelöst wurde. Diese Faktoren beeinflussen alle die Bindungsbeziehung. Je mehr wir als Säuglinge ignoriert, in unerwünschte Interaktionen gezwungen oder allein gelassen werden, um mit unserer Verzweiflung selbst klarzukommen, desto mehr verlieren wir uns.

Babys sind für die Stimmung und den mentalen Zustand ihrer Betreuungspersonen sehr sensibel.Ein Elternteil mit einem ungelösten Trauma mag unwissentlich die intensiven Wirkungen übertragen, die mit dem Trauma verbunden ist, durch Augenkontakt, den Gesichtsausdruck und die Interaktionsmuster. Ein Kleinkind, das von jemandem mit einer Geschichte voller ungelöstem Trauma gezeugt wurde, wird den desorganisierenden Zuständen ausgeliefert sein. Diese werden für das sich entwickelnde Nervensystem viel zu heftig sein.

Je sensibler das Kind ist, desto mehr sind sie gefährdet. Frühgeborene sind besonders verwundbar.Manchmal werden die Säuglinge und Kleinkinder lernen, mit diesen Zuständen umzugehen, indem sie sich von der Erfahrung abspalten, was später dazu führt, dass Dissoziation als Bewältigungsmechanismus eingesetzt wird.

Da diese Erfahrungen häufig zu einem Zeitpunkt kommen, bevor wir der Sprache mächtig sind, werden sie nicht erinnert, sondern verbleiben bei uns, unser Selbstverständnis und unsere Fähigkeit beeinträchtigend, mit anderen in Beziehung zu treten. Wir werden manchmal mit einem empfundenen Gefühl in uns selbst zurückgelassen, „nicht liebenswert“ und voller anhaltendem, chronischen und unbewussten Scham zu sein.

Selbst wenn sich das schrecklich anhört, können reparative Erfahrungen der Bindung uns helfen, zu wachsen und unser Trauma aufzulösen. Diese Erfahrungen können durch Therapie zu uns kommen, jedoch können sie auch durch stabile, intime Beziehungen passieren, in denen wir uns sicher gehalten und genährt fühlen und uns selbst als würdig für Mitgefühl und Liebe erfahren können, vielleicht zum allerersten Mal.

Stille im Sturm-Editor: Warum haben wir das gepostet?Psychologie ist das Studium der Natur des Geistes. Die Philosophie ist der Anwendung dieses Geistes im Leben. Beides ist von entscheidender Bedeutung, um Verständnis zu erlangen, da es sich um Aspekte des Selbst handelt.

Alles, was du tust und erlebst, wird durch diese Tore des Seins gehen. Die vorhergehenden Informationen bieten einen Überblick über diese Selbsterkenntnis und geben Hinweise, um darüber nachzusinnen, dass die Menschen sich oftmals nicht die Zeit nehmen, nachzudenken.

Mit der Entscheidung, Selbsterkenntnis zu erlangen, kann man zu sehen beginnen, wie sein eigenes Wesen funktioniert. Mit der Weisheit der Selbsterkenntnis erhält man die Werkzeuge, um sein Wesen und das Leben im Allgemeinen zu meistern und Ordnung ins Chaos zu bringen, indem man die Herausforderungen mit der Fähigkeit zum richtigen Handeln meistert.
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