Heimat, die ich liebe

Wir waren jung
noch voller Schwung.
Wo wir lebten
nach Freiheit wir strebten.

Offen stand für uns das Tor zur Welt
um zu finden, was gefällt.
Im Elternhaus wurde es zu eng
auch war Vaters Hand zu streng.

In die Ferne zog`s hinaus
vermissten dort bald unser Zuhaus.
Begannen auch rasch zu verstehen; was Heimat ist
auch die alten Freunde wurden sehr vermisst.

Einsamkeit nahm in unseren Herzen Raum
Heiterkeit empfunden kaum.
Allabendliche Gespräche; das Singen der Lieder
es fehlte; Alleinsein blieb über uns der Sieger.

Habe nie mehr verlassen heimatliche Erde
werde es auch nicht tun, so lang ich noch leben werde.
Heimat, ein Wort welches noch immer mich bewegt
auch in all meinen Sinnen weiter lebt.

Für solches Empfinden ich mich nicht schäme
ernte dafür auch manche Häme.
Heimat, kaum noch in den Mund genommen
ein Wort, welches in bestimmten Kreisen, unwillkommen.

© by Horst M. Kohl, 15. November 2020
Menschen- und Naturfreund

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