knappfahn 04 200Betrifft: Eingabe des Bermanns Otto Steckel an die Bergbau-Berufsgenossenschaft, Bochum. Bei der Verhandlung am 23.2.45, welche die in dem Schreiben gemeldeten Mängel zum Gegenstand hatte, waren zugegen:

* Herr Erster Bergrat Isselstein,
* Herr Bergwerksdirektor Quentin,
* Herr Grubeninspektor Schäfer,
* Herr Betriebsführer Strieter und
* Herr Betriebsobmann Fromme.

Steckel gibt zu, daß die Staubaufwirbelung so groß nicht gewesen sei und nur durch die Russen verursacht werden, die ihre Füße nicht richtig aufheben. Es handelt sich nicht um Kohlenstaub. Ganz ließe sich die Staubablagerung schon durch das Einstauben selbst auch nicht vermeiden. Seine eingereichte Beschwerde hat er weder dem Betriebsführer noch dem Betriebsobmann vorgetragen. Sachlich ist die Beschwerde falsch und war eine Anschuldigung, die Steckel nicht aufrechterhalten konnte. Steckel entschuldigte sich bei dem Grubeninspektor und Betriebsführer und bat um völlige Beilegung der Angelegenheit und Herstellung des offenen persönlichen Verhältnisses. Die Verhandlung wurde damit geschlossen, daß Steckel aber nicht den Eindruck haben sollte, daß seine Absicht, im Betrieb durch Verbesserungsvorschläge mitzuarbeiten, nicht anerkennt würde, sondern daß Mitarbeiter immer erwünscht seien. Haltlose Beschwerdebriefe jedoch führten nicht zum Erfolg.

Verhandelt am 23.2.1945.

Steckel zur Kenntnisnahme und Unterschrift vorgelegt.
Zeche Schlägel & Eisen, den 26.2.1945

Weitere Geschichten unter www.zeche-ewald-fortsetzung.de

Tags: Staubaufwirbelung

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