Menschen-Gedanken

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Wir können es nicht vermeiden – wie sind von Menschen umgeben, Menschen, die wir mögen, Menschen, die uns gleichgültig sind, Menschen, die wir vom ersten Moment an nicht riechen können. Und dennoch - - -Es sind Menschen, sie haben unterschiedliche Gesichter, Hautfarben, Größen, Haarfarben. Jeder Mensch ist ein Individuum.

Der zeit geht im Lande etwas um, was mich erschreckt und was mir Angst macht.

Viele, zu viele Menschen aus anderen Ländern, anderen Kulturen sind hier ins Land geströmt, Sie sprechen unsere Sprache nicht, sie sehen anders aus, sie kleiden sich anders, sie verhalten sich anders.  Es geht eine Spaltung durch unser Land, weil von diesen Menschen mit ihrem fremden Verhalten auch etwas ausgeht, was Angst macht.

Politisch läuft nicht alles korrekt, Viele Dinge sind für Menschen unserer Nationalität nicht nachzuvollziehen. Was uns vor allen Dingen unsicher macht, ist die Fremdheit.

Wir wissen viel zu wenig von ihrer Kultur, ihrem Denken, ihren Vorstellungen. Es ist wahr, einige Menschen stellen sich so gegen das Gesetz, daß es nicht hinnehmbar ist.

Aber tun das nicht oft Menschen auch, die unserem Volk angehören? Es gibt eine sachlich informierende Presse, aber auch eine, die sich gezielt das Böse, das Unangenehme raussucht und breit in die Öffentlichkeit bringt. Und es ist wohl überall so, genau diese Meldungen machen Stimmung im Lande, sitzen in den Köpfen fest. Und gerade die Menschen unseres Volkes, die ohnehin zu kurz kommen, entwickeln einen nachvollziehbaren Futterneid und negative Gefühle den Fremden gegenüber.

Ich habe Angst, daß sie sich zu den Parteien oder Strömungen hinwenden, die uns ins Verderben führen können.

ich selbst bin noch ein Kind einer Generation, die die Folgen des 2. Weltkrieges noch gut in Erinnerung hat. Die Zerstörung der Städte, der Menschen, die in diesem Krieg waren, die in Gefangenschaft waren, die vertrieben wurden und alles verloren haben. Wollen wir das mit radikalem Denken und handeln noch einmal erleben?

Wo bleibt die Ausgewogenheit?  Ganz sicher bin ich, wenn man Fremde einmal näher kennen lernt, kann es bereichernd sein, mit ihnen zu kommunizieren, Wenn man sie als Menschen kennen lernt, kann man sie nicht einfach ablehnen. Die, die sich gegen unsere Gesetze stellen, auffällig werden, verderben den Menschen guten Willens alle Chancen hier anzukommen und angenommen zu werden. Und solche auffälligen vorwiegend jungen Männer habe ich auch kennen lernen müssen. sie wirken verschlagen und falsch. Wenn man mal überlegt, wie und wo sie groß geworden sind - - -- - Oh, da ist noch viel Arbeit mit ihnen zu tun, um sie in die Spur zu bringen – nicht unbedingt in unsere Spur.

Aber ich möchte erzählen von den Menschen, die ich kennen lernen durfte, eher denen ich begegnet bin.

Ein Mann –Iraner, wenig Deutschkenntnisse wollte Blut spenden –nicht verkaufen –spenden. Der nötige Fragebogen wurde nicht verstanden. Es sind teils sehr intime Fragen zu beantworten.

Ich bin kein Sprachgenie, aber ich habe mich mit ihm in eine Ecke abseits der anderen Menschen gesetzt und wir haben mit Zeichen , Händen Füßen den Fragebogen ausfüllen können.

Ein offenes Gesicht und eine Geschichte dahinter –er wurde in der Heimat von einem Polizisten angeschossen und hat noch Metall im Kopf. Da war verstehen wollen, etwas zurück geben wollen für die hier genossene Sicherheit, Da war Dankbarkeit. Ich freue mich , diesem Menschen begegnet zu sein, wenn auch nur flüchtig. Verstehen wollen, heißt verstehen können.

Am Abend kam eine Frau zu mir, um einen notleidenden Igel zu bringen, sie suchte für das Tier Hilfe. Sie wirkte so deutsch in Sprache und Aussehen. Wir haben uns so kurz unterhalten.Ich mußte ihr sagen, daß es nicht gut um den Igel steht.  Da fragte sie mich mit sehr offenem Blick:,, Sind Sie gläubig? Ich bin Muslima –ich bete für das Tierchen und für Sie!”

Meine Antwort:,, ja, ich bin Christin , aber wenn wir auch verschiedene Lehren erfahren haben, wir haben nur einen Gott und ich danke Ihnen sehr.  Ich freue mich, daß wir uns begegnet sind!

Menschen, Menschen, anders als wir und doch Menschen wir wir.

Solche Begegnungen machen nachdenklich und auch glücklich

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© Karin Oehl

amanfang 2 270

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