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Gärtner war er im Garten Eden
das Tor stand immer auf für jeden
so kamen sie von Ost und West
von Süd und Nord kam dann der Rest

doch statt gemeinsam sich zu freuen
da stritten sie – ihn tat es reuen
dass er so frei und sorglos war
und raufte hilflos sich das Haar

da fiel im ein Gedanke ein
bei Gott - das kann doch anders sein
so schmiedet Plan er über Nacht
hat sich was feines ausgedacht

kommt alle her setzt euch zu mir
und jedermann verrat ich hier
was Frieden schafft unter uns allen
ich weiß – das wird euch gut gefallen

sie sahen ihn misstrauisch an
und wollten nicht in seinen Bann
doch schon ging's los er rief sie auf
und sammelt sie zu einem Lauf

mit ihm durch seinen Garten Eden
da gab es Blüten wohl für jeden
nun sollten sie die Reihen zählen
und ihre Lieblingsfarbe wählen

und jedem gab er dann als Pfand
die Blum' die selbst gewählt anhand
nun sollte jeder diese hegen
und übers Jahr besonders pflegen

so machte sich mit Eifer dann
ein jeder an sein Gärtchen ran
sie gruben gossen gaben Schutz
damit die Pflanz' dem Winter trutz

und als der Frühling kam herbei
grünt alles zart wie Zauberei
der Streit er war schon längst vergessen
war jeder nur vom Ziel besessen

dass seine Pflanze schöner blüht
als man's in Nachbarsgarten sieht
und als der Sommer kam geschwind
da schaukelt Blumenpracht im Wind

ein jeder Garten war gar fein
ein jeder konnte stolz drauf sein
und Glanz in Augen und Gesicht
Gezänke hörte man da nicht

dann feiern alle dort in Eden
lachen und singen hört man jeden
der Gärtner aber lächelt still
hört her - weil ich was sagen will

der Übung Sinn wird heute klar
ein jeder pflegte wunderbar
die eine Blume die er mag
und so verging dann Jahr und Tag

soll heißen - bleib in deinem Garten
nur du kannst ihn besonders warten
und schaust du übern Heckenrand
so geh dem Nachbarn auch zur Hand

hilf neidlos mit und tausch dich aus
so kommt auch er zu dir nach Haus'
ihr werdet Meister eurer Zier
und trinkt schon bald gemeinsam Bier

so fängt im Kleinen Freundschaft an
auf die man später bauen kann
denn da wo Rosenhecken stehn
ist ebenso das Veilchen schön

wirf weg den Neid auf fremde Gärten
sonst wird die Lage sich verhärten
oft nur von weitem schimmert schön
was du nicht aus der Näh' gesehn

ist drüben blaue Traubenzier
so wachsen süße Himbeer'n hier
steht weiß blühend sein Apfelbaum
ist dein ein duft'ger Fliedertraum

so pflege du nur deinen Garten
als neidisch hinterm Zaun zu warten
sei Gärtner deiner Lebenszier
Er ist Dein Werk und passt zu dir …

amanfang 2 270

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