Sie war ein Engel

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Eine Berührung gleicht dem Regen in der Wüstensonne,
Der frischen Briese, kühl und rettend, treibt die Wolken weiter.
Das Sonnenlicht in ihrem glatten Haar, gleich einer goldnen Krone,
Erstrahlte über ihrer Stimme, süßer harfengleicher Töne,
In Tagen schmerzlichen, mit ihr ein Jeder wurde heiter.

Ein einziger Blick, der tiefen, wunderbaren Augen flößte,
In jeder Situation, Vertrauen und Sicherheit, in deine Seele ein.
Es war ein Blick, der deine ganze Seele im Moment entblößte,
Ein Blick, der innerhalb von kurzer Zeit, all sämtliche Probleme löste,
Ein Blick voll Ehrlichkeit, so offen und so süß, wie teurer Wein.

Die seidenglatte Haut, der auf dir ruhenden, vertrauten Hand,
Erfüllt dich sanft, mit Wärme ihres zarten Körpers,
Wie eines Sonnenstrahles, rotes, reines, warmes Band,
Die ganze Sonne schien allein und ganz, in ihr gebannt,
Zerschmolz sie jedes Eis, im Herzen eines jeden Kämpfers.

Ein starker Ruck. Ich finde mich erneut, im Flugzeug wieder.
Die Hände ineinander, und die Gesichter abgewandt, von gelben Masken.
In ihrer Nähe, hörte ich statt Schreien, wunderbare, süße Lieder,
Das Flugzeug riss uns immer mehr und mehr ins Dunkeln nieder,
Vermischten sich von draußen des Himmels und des Meeres Fresken.

Doch hatte immer noch ich keine Angst, mit ihr auf meiner Seite.
Und wir, verflochten ineinander, stürzten in das Ungewissen.
Wir fielen immer tiefer, aus des dunklen Himmels Weite,
Mit dem Verständnis, dass ich sicher ins Verderben reite,
Ich wurd von ihrer Ruhe, stetig sanfter mit hineingerissen.

Das Flugzeug nährte sich nun schnell, dem blauen Meeresspiegel, weiten,
Im Lärm der Angst, es legte über uns, sich eine warme Stille.
Ich sah die Panik, sich im Flugzeug, ringsherum um uns verbreiten,
Doch blieb mit ihr ich sitzen, ohne auch nur einen Schritt hinaus zu schreiten,
Die Hände immer noch verflochten; der Tod blieb freier Wille.

Doch als der Rumpf, des glatten Meeres Feld, in Schaum zerwühlte,
Und aller Stimmen Laut verklang, in Fluten wilder Wellen,
Ich spürte wie mein Mund sich schnell mit kaltem Wasser füllte,
Und wie mich schmerzlos, stille Dunkelheit mit Nichts umhüllte,
Bis ich mich wiederfand, auf einem Bett, in Lampenstrahlen, hellen.

Als ich erfuhr, dass alle Passagiere umgekommen, und ich alleine überlebte,
Ein Lächeln ungewollt, erschien auf meinen schweigevollen Lippen, toten;
Sie war ein Engel, der um mich herum ein Netzt der Rettung webte,
Mit dessen Kraft ich stets, dem Tode trotz, nach oben strebte,
Aus schwarzer Dunkelheit, ganz hoch hinauf, zur Sonne, roten.

amanfang 2 270

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