Der letzte Tag des Sommers

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Die goldne Pracht, verfliegt im leichten Wind,
Verweht Vergangenheit und kühlt den nassen Boden.
Am Spielplatz sitzt, ein einsames Kind
Und sieht in seine Hand; die Zeit wie Sand verrinnt.
Der Hof ist einsam, durch das viele Roden

Alles voller Wolken, kein Himmelsblau in Sicht,
Die Dunkelheit sich dehnt, durch des Nebels Fetzen
Und nur die Sonne scheint, mit ihrem kühlen Licht,
Dass hell wie jene Hoffnung, durch die Wolken bricht
Und alle fragen sich; wann wird der Sturm sich setzen?

Doch meine Seele, hat sich an die Kälte angepasst,
Seit du gegangen bist, ins dunkle Weite.
Die schwere, feuchte Luft, bedrückt mit ihrer Last,
Fast hätte ich mein Glück gefunden… Fast…
Doch nun, stehst du nicht mehr, an meiner Seite.

Die letzten Vögel, picken alte Reste.
So einsam, auf den leeren Wegen kauern.
Verlassen ihre schützenden Paläste,
Um später zu erbauen, neue Neste,
Oder zu nisten, in verlassnen alten Mauern.

Ich geh im Dunkeln. Die Luft ist schwer und mager
Und die Laterne an der Ecke, flimmert in der Stille.
Die Menschen sich nach Licht, sehnen wie Nager,
Sie alle saugen’s auf und machen es nur karger,
Mit jedem Schatten schwindet, ihr Verstand und freier Wille.

Das letzte Gras, vertrocknet, gelb von kalten Sonnenstrahlen,
Statt Blumen, aus der Erde Pilze sprießen.
Die kahlen Bäume, strecken aus nach uns, die dünnen Krallen,
Bewegen sich, als ob dadurch die Blätter fallen.
Der Morgentau ist hart, der Fluss hört auf zu fließen.

Auf dem Fenster, hör’ ich Regen klopfen
Und in der Ferne, Licht des Blitzes, Roll’n des Donners,
Kaum zu sehen, durch das Glas, bedeckt von Wassertropfen,
Verwehrt uns den Versuch, das letzte Licht zu schöpfen;
So düster ist, der letzte Tag des Sommers.

amanfang 2 270

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