Ein wahrer Alptraum

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Mit dem Gesicht vor der Mauer, im Labyrinth,
Standen wir, in den dunklen Ecken.
Sahen wir, wie der Sand, in der Sanduhr verrinnt
Und wie Feindliches Blut auf den Händen gerinnt.
Wir wie Tiere, den Hals zum Licht recken.

Wir versuchten, zu reißen, die Mauern nieder,
Jene Mauern, die wir selber erbauten.
Unser Schrei. Von den Mauern hallte er wider
Und erklang nun erneut, wie verhöhnende Lieder,
Die vernahmen wir, wieder und wieder.

Doch was sollen wir tun? Unsre Mauern uns Schützen
Und die Dunkelheit, besser als Licht.
Doch die Sicherheit. Sagt mir, was soll sie uns nützen,
Wenn wir niemanden haben, den wir unterstützen,
Gibt es auch keine Feinde in Sicht.

Doch dann gab es auch Leute, die das Schweigen gebrochen
Und mit Willen und Kraft, nun die Mauer brachen.
Aber dann, auch die Menge, hat Worte gesprochen,
Denn wie Haie, sie Blut, auf Entfernung gerochen
Und durch Mut, sie sich Freiheit versprachen.

Als die Mauer nun fiel, unter lautem Getöse
Und das Licht, drang in Ecken und Spalte,
Rannten Menschen, in Hoffnung, dass das Licht sie erlöse,
Dass die Kette des Krieges, vom Anker sich löse,
Dass das Gotteslicht, auf sie niederstrahlte.

Alle drängen sich raus, aus den miefenden Schwärzen,
Schubsen, beißen und schlagen sich raus.
Überrennen sich, töten und leiden an Schmerzen
Und im Licht, die Vampire, verbrannten wie Kerzen,
Auf der Suche nach Leben, nun starben sie aus.

Sie rissen aus, ihre Nöte verachtend
Und für das Leben allein, waren sie nicht bereit.
Sie wollten nur leben, allein, frei und lachend,
Doch die Seele, sie selbst, in Verließe verfrachtend
Sie aus Verzweiflung, um Gnade nur schreit.

Ich wache auf. War all dies, nur ein Traum?
Und wenn es dieser war, was sollte er bedeuten?
Ich schau um mich und seh’ im Dunkeln kaum,
Ein langer, tiefer, dunkler, schwarzer Raum,
Mit wildentschloss’nen, vielen, lauten Leuten.

Wer Weiß, vielleicht bin ich im Paradies.
Aber wieso, bin ich allein im Dunkeln?
Ich sehe, leere, schwache Seelen im Verließ
Und Menschen, die für Freiheit, machen dies.
Auf deren Händen, frisches Blut, rot funkelt.

Ich mach die Augen auf, und seh’ mein eignes Zimmer.
Ein Schrank, ein Tisch, ein Bett, in dem ich liege…
In meinem Fenster sehe ich, den Abendsonnen Dimmer.
Ich dachte, helles Licht, seh’ ich nie wieder… Nimmer. 
Ich hatte das Gefühl, dass ich zur Hölle fliege.

Doch irgendwo, ist das verwunschne Labyrinth,
Mit schwarzen Gängen und den dunklen Ecken,
Wo Sand noch lange, in dem Glas verrinnt
Und wo des Feindes Blut, auf Menschenhand gerinnt,
Wo wir vergeblich, unsren Hals, zum Lichte recken.

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