Schrei nach Leben

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Schrei nach Leben

Kaum zu hören, doch zu sehen
Menschen davor, weg sich drehen
Eingefallene Augen, Wasserbäuche
Ein trostloser Anblick, ja, eine „Weltenseuche“

 Kaum geboren
Schon scheint das Kind verloren
Denn die Mutterbrust sie bleibt leer
Das Kinderherz, bald schlägt`s nicht mehr

Nicht zu begreifen mit gesundem Menschenverstand
Noch sind es zu Wenige, die reichen ihre helfende Hand
Vieler Menschengedanken
Meistens ums eigene Wohlbefinden nur ranken

Zwar zeigt man sich beim Betrachten der Bilder betroffen
Doch wird in gemütlicher Runde, bedenkenlos, weitergesoffen
Bin mir meiner harten Worte sehr wohl bewusst
Doch zur Verniedlichung von Tatsachen, verspüre ich keine Lust

Glückliche Augen, satte Mägen
Und man bräuchte manches Sargbrett nicht sägen
Zu retten ein verlorenes Kind
Ich bin bereit, und wenn es mir möglich, auch ganz geschwind

Sei auch du bereit
Zu lindern, viel Weltenleid
Schau dich einfach mal um
Dein Aug` und dein Mund, bleiben ganz sicher nicht stumm

© Horst M. Kohl, Mai 2018
Poet, Menschen- und Naturfreund

    Trennlinie 15
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