Im Lebensherbst

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Im Lebensherbst

 

Einst unter Schmerzen geboren
lag ich da in Mutters Armen, beinah wie verloren.
Wurde begrüßt mit großen Willkommen (?)

von manchem im Herzen herzlichst aufgenommen.

 

Man drängte sich, um mich zu sehen
ein kleines Menschlein, geboren unter großen Wehen.

Achtete auf jedes Tönlein welches über meine Lippen schallte

Man war vom Wunsche beseelt, das Gott sein Auge auf mich halte.

 

So ging mein Leben Jahr für Jahr dahin

zunächst recht munter, und ohne großen Sinn.

Als ich es endlich dann begriffen

habe ich die Möglichkeit zum erfüllten Leben rasch ergriffen.

 

Es blieb mein Leben von Furcht und Sorgen viel bewegt

doch gewiss, -es ist mein Gottesglaube- der mich täglich trägt.

So sitze ich da, mit nur noch wenig Haaren

gedenke meiner einst noch jungen Jahren.

 

Des Lebens Freuden und auch Lasten, habe ich erfahren viel

auch gedacht, das Leben sei doch nur ein Spiel.

Bis dann der raue Sturm mir ins Lebenssegel blies
und mich der Leichtfertigkeit, entsagen lies.

 

In jungen Jahren wollt ich viel erleben
war auch bestrebt, nach höherem zu streben

Habe es beizeiten lassen sein

lebe lieber bescheiden und recht klein.

 

Nun in schon hohen Jahren, belastet auch mit Leid

mag für mich kommen meine letzte Stund`, ich bin bereit.

Gerne möchte ich noch vieles euch erzählen

doch dafür die Zeit, sie tut mir fehlen.

Trennlinie 15
© Horst M. Kohl, März 2018
Poet, Menschen- und Naturfreund
www.jakobus-poesie.de
www.abenteuer-literatur.de

 

amanfang 2 270

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