Vom Altern

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Alt geworden, man fühlt wie das Leben verrinnt
ans Abschied nehmen zu denken, man beginnt.
Tage und Jahre vergehen im Flug
auch um die Lippen nun, manch bitterer Zug.

Schon öfter kommts dir vor, wie letzter Abendschein
greifst wieder zu einem –hoffentlich noch nicht letzten- Glase Wein.
Legst auch mal wieder eine alte Platte auf
gibst dich Erinnerungen hin, dies zuhauf.

Denkst an deiner Jugend ersten Kuss
auch ist nicht vergessen, so mancher Verdruss.
Bist in Gedanken mitten drinn in alter Zeit
doch, sie liegt zurück, zurück, sehr weit.

Wir Alten bleiben alleine, mit der Erinnerung
vergangene Lieder, klingen noch leise über die Zung`.
Auch mancher Sturm durch`s Leben rauschte
dabei der Verlockungen des Lebens man lauschte.

Klauen der Verführungen sich nach uns reckten
der Jugend wegen, manche Reize in uns erweckten.
Sirenenhaften Sängen des Konsums erlegen
lag deshalb auf manchen Pfaden, auch nicht viel Segen.

All dies nun der Vergangenheit geschuldet
bleibt aber getreulich, in der Erinnerung geduldet.
Von der modernen Zeit, viele fühlen sich überrollt
vorbei unsere Aera! Wir sind überholt.

Mögen man uns noch etwas Achtung schenken
und nicht die jungen Hälse nach uns verrenken.
Sich auch nicht über unserer Altersgebrechen amüsieren
wir wissen, manche nach dem Erbe der Alten schon gieren.

Nun werden schneller müder die Glieder
man setzt sich häufiger mal nieder.
Über uns liegen schon die Schatten der Nacht
bald  ist gekommen die Zeit, wo man sagt: „Er hat`s vollbracht!“

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© Horst M. Kohl, 26. Januar 2017
Poet, Natur- u. Menschenfreund
www.jakobus-poesi.de

amanfang 2 270

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