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ein Ritter im Schlachtfeld – große Not
und Tod und Blut – und Blut und Tod
sein Pferd am Boden – treuer Freund
holt aus zum Gnadenstich und weint

wie ausgehöhlt kniet er beim Pferde
um ihn nur blutgetränkte Erde
nimmt ab den Helm, legt weg das Schild
erstarrt inmitten Schreckensbild

die Kämpfer matt, verlor'ne Schlacht
am Ende nutzt niemanden die Macht
ins Feld gelockt mit Ruhm und Orden
in Windeseile alt geworden

der Abendhimmel färbt sich rot
die Freunde sind schon alle tot
da kommt der Feind und starrt ihn an
sieht ohne Helm und Schild den Mann

menschlich Gesicht ihm offenbart
doch er ist stumpf - bleibt eisenhart
der Ritter rührt sich nicht vom Fleck
lächelt ihm zu mitten im Dreck

reicht ihm zum Zeichen rechte Hand:
„lass' Frieden zieh'n ins tote Land
denn Krieg und Kampf bringt keine Ehr'
zu hoch der Preis – zu hart die Lehr“

doch dieser zieht das Schwert ganz knapp
und schlägt ihm seine Rechte ab
der zweite Hieb trifft das Gesicht
er hört auf dessen Worte nicht

zu groß der Hass im Wahnsinnsbann
und wie ein Tier der Eisenmann
der gut versteckt in Eisenkleid
dahinter sieht man nichts von Leid

durch das Visier ein Lied er singt
sieht zu - wie Feind mit Tode ringt
dann stößt er zu - mit letzter Kraft
über Gewand fließt Lebenssaft

er trifft ihn in des Körpers Mitten
hat ihm das Herz heraus geschnitten
so war die letzte Chance vertan
in Frieden leben - leerer Wahn

auch heut' noch geht es weiter so
nicht jeder wird des Lebens froh
da legt der Mensch die Maße an
bestimmt, wer weiter leben kann

 

amanfang 2 270

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